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Drei Punkte aus drei Spielen und Seidig wäre zufrieden

WOLFEN/MZ. Das zweite spielfreie Wochenende der Mitteldeutschen Oberliga (MOL) steht bevor. Während das Training der HSG Wolfen am Mittwoch aufgrund des Buß- und Bettages - einige Spieler leben und arbeiten in Leipzig und hatten frei - herunter gefahren wurde, resümierte Siegfried Seidig den bisherigen Saisonverlauf.
Der Präsident der HSG Wolfen ist alles in allem zufrieden mit den bisher erzielten Punkten. Obwohl der Saisonstart alles andere als erwartet verlief. Nach vier Spielen hatte die HSG nur drei von acht möglichen Punkten geholt und der ein oder andere Fan und Zuschauer hatte schon die Befürchtung, dass es in der MOL so weiter gehen würde, wie es in der Regionalliga aufgehört hatte: im Tabellenkeller. Siegfried Seidig hatte diese Sorge nicht. "Dafür ist die Mannschaft zu gut besetzt", so der HSG-Präsident, der sich aber auch heute noch über die vergebenen Heimspielpunkte gegen Ziegelheim und Radis ärgert. "Da waren vier Punkte eingeplant." Wenn wir die geholt hätten, würde Wolfen auf Platz drei stehen. So findet man

sich auf dem siebten Platz wieder. Bei den vier Siegen in den letzten fünf Spielen, zeigte die HSG nicht nur aufsteigende Form, sondern schaffte auch den Anschluss an das obere Tabellendrittel. Lediglich gegen Freiberg war man chancenlos, was auch mit der erschwerten Anreise - der Bus hatte auf halber Strecke einen Defekt - begründet werden kann.

Dennoch gibt die HSG aktuell ein positives Bild ab. Maßgebenden Anteil daran haben Neuzugang Martin Müller sowie Max Najmann, bei dem laut Seidig "Genie und Wahnsinn" eng beieinander liegen. Und das Torhüter-Duo Yves Schönboom / Steve Müller gehört laut Meinung vieler zum besten der Liga. Doch der HSG-Präsident hat auch eine verbesserte mannschaftliche Geschlossenheit ausgemacht. "Das ist auch der Schlüssel zum Erfolg", so Seidig, "wenn wir das konstant über 60 Minuten zeigen können und uns vor allem in der Defensive steigern, muss der siebte Platz noch nicht das Ende des Aufschwungs sein."

Doch die kommenden Spiele haben es in sich. Dort geht es gegen Mannschaften, die unter den Top 4 der Liga stehen. Auf der einen Seite bietet das der HSG die Chance, sich vorne festzubeißen. "Andererseits besteht auch das Risiko, den Anschluss zu verlieren", sagt Lutz Lindner. Der HSG-Kapitän freut sich aber auf die Duelle. "Danach wissen wir, wo wir stehen." Siegfried Seidig wünscht sich drei Punkte aus drei Spielen. Dann hätte die HSG bewiesen, "dass sie da oben hingehört." Das Wörtchen "Aufstieg" würde in Wolfen aber auch dann niemand in den Mund nehmen.

Quelle: http://www.hsg-wolfen.de
http://www.mz-web.de
HSG-Spieler-Bekenntnisse
VON MARCUS BRÄUER, 02.03.11, 18:27h, aktualisiert 02.03.11, 19:12h


WOLFEN/MZ.
Die HSG Wolfen hat, früher als wohl die meisten Mannschaften der Mitteldeutschen Oberliga, die Weichen für die kommende Saison gestellt. Bis Mittwoch mussten sich alle Spieler entscheiden, ob sie ein weiteres Jahr in Wolfen spielen wollen. Auch die Spieler, die laut Vertrag sowieso noch gebunden gewesen wären. "Wenn ein Spieler, der eigentlich noch Vertrag hätte, sich bei uns nicht mehr wohlfühlt, würden wir ihm keine Steine in den Weg legen", erklärt HSG-Präsident Siegfried Seidig diese Maßnahme.
Doch die HSG ist In: alle Spieler mit Vertrag für die Spielzeit 2011 / 12 bekannten sich zu Wolfen. Steve Müller, die Brüder Jan und Normen Bernhardt, Stefan Luther sowie Kapitän Lutz Lindner wollen bleiben. Die Vertragsverlängerungen von Florian Spitz, Denny Winkel und Hendrik Hein sind zudem nur noch Formsache. Die Unterschriften werden in den kommenden Tagen erwartet. Etwas länger dauern werden die Verhandlungen noch mit Raik Baumbach und Max Najmann. Bei beiden wird noch über die Konditionen verhandelt. Dabei geht es neben dem Finanziellen auch um die berufliche Zukunft. Raik Baumbach beendet demnächst seine Lehre. Die HSG möchte den Leistungsträger gerne halten und versucht ihn daher bei der Jobsuche in der Region bestmöglich zu unterstützen. Hier wird man die Entwicklung abwarten müssen.
Ein schon größeres Fragezeichen steht hinter dem Verbleib von Yves Schönboom und Florian Schulze. Beide würden gerne in Wolfen bleiben, wissen jedoch noch nicht, wie es mit dem Studium weitergeht. Schönboom tendiert dazu, sein zeitaufwendiges duales Studium abzubrechen und ein neues Studium zu beginnen. "Yves würde nicht aus sportlichen Gründen gehen", weiß Trainer Wolfgang Spitz. Ähnlich ist die Situation bei Schulze. Der Kreisläufer, der vor der Saison vom ThSV Eisenach II kam, muss auf die Zulassung für das Lehramtsstudium in Leipzig hoffen. Sollte er die nicht bekommen, würde er wohl in Erfurt studieren und somit sportlich nicht mehr zur Verfügung. In diesem Fall würde Wolfen den gültigen Vertrag für eine weitere Saison lösen. Zu einer Hängepartie mit unsicherem Ausgang wird der Verbleib von Chris Thiele.

Thiele hatte schon vor der Saison einen Vorvertrag beim HC Einheit Halle für die Spielzeit 2011 / 12 unterschrieben, will nun aber doch bei der HSG bleiben. Auch die Wolfener Verantwortlichen würde gerne mit ihm weiterarbeiten, jedoch nicht um jeden Preis. Für Thiele würde wohl eine Ablösesumme fällig werden. "Wir hoffen, uns mit Einheit Halle auf einen Kompromiss einigen zu können", sagt Siegfried Seidig.

Mittwoch brachte aber auch Klarheit über den ersten Abgang. Martin Müller wird Wolfen wohl in Richtung DHfK Leipzig verlassen. Dort könnte er in der nächsten Saison, sollte Leipzig erster der 3. Liga Ost werden, 2. Bundesliga spielen. "Seine Entscheidung ist legitim", sagt Wolfgang Spitz, der aber hofft, dass Müller sich bis zum Saisonende voll und ganz auf die HSG Wolfen konzentriert.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung
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