MHV-Forum

Normale Version: SLO-GER Korrekte Entscheidung?
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Hi Sportfreunde,

das spannende Spiel von gestern Abend bei der EM lässt bei mir immernoch die Frage offen, ob die Entscheidung nach dem Videobeweis richtig ist.

Nach meiner Meinung ist der 7m + RK falsch. Ich würde hier auf ein Abstandsvergehen (2min + Freiwurf) entscheiden. Paul Drux kann den Ball spielen und dann wird er vom zu nah stehenden Gegner geblockt, so wie es die Regel 8:10c vorsieht.

Wie denkt ihr darüber?
(16.01.2018, 07:14)'Sachsenpower' schrieb: [ -> ]Hi Sportfreunde,

das spannende Spiel von gestern Abend bei der EM lässt bei mir immernoch die Frage offen, ob die Entscheidung nach dem Videobeweis richtig ist.

Nach meiner Meinung ist der 7m + RK falsch. Ich würde hier auf ein Abstandsvergehen (2min + Freiwurf) entscheiden. Paul Drux kann den Ball spielen und dann wird er vom zu nah stehenden Gegner geblockt, so wie es die Regel 8:10c vorsieht.

Wie denkt ihr darüber?

 

Ist für nen Außenstehenden schwer zu entscheiden, ohne dabei die Uhr im Blick zu haben.
Wenn also die Schiris den Anwurf angepfiffen haben und der Wurf von Drux NACH der regulären Spielzeit kam, kann man es ja so auslegen, dass er IN der regulären Spielzeit den Wurf durch die zu nahe stehenden Abwehrspieler nicht ausführen konnte. Somit Rot + 7m.
Kam nun der Wurf noch IN der regulären Spielzeit, wäre es 2 Minuten + Freiwurf...

So sehe ich das zumindest. Lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen Smile
Ist und bleibt es dann nicht trotzdem nur ein Abstandsvergehen?
"Wenn ein Abwehrspieler in den letzten 30 Sekunden ein Vergehen gemäß den Regeln 8:5, 8:6, 8:10a oder 8:10b begeht, bzw. die Ausführung eines formellen Wurfs (Anwurf, Abwurf, Freiwurf, Einwurf) verhindert, wird er disqualifiziert und die gegnerische Mannschaft erhält einen Strafwurf."

Durch das Blocken des Anwurfs bei weniger als 3m Abstand dieses Vergehen erfüllt und die Reaktion der Schiedsrichter völlig richtig.
(18.01.2018, 16:09)'1aolli' schrieb: [ -> ]"Wenn ein Abwehrspieler in den letzten 30 Sekunden ein Vergehen gemäß den Regeln 8:5, 8:6, 8:10a oder 8:10b begeht, bzw. die Ausführung eines formellen Wurfs (Anwurf, Abwurf, Freiwurf, Einwurf) verhindert, wird er disqualifiziert und die gegnerische Mannschaft erhält einen Strafwurf."

Durch das Blocken des Anwurfs bei weniger als 3m Abstand dieses Vergehen erfüllt und die Reaktion der Schiedsrichter völlig richtig.

 
Entscheidung war falsch.... du gibst dir die Antwort selber. Der Anwurf wurde nicht verhindert sondern ausgeführt und mit weniger als 3 Meter Abstand geblockt. Ich habe mich auch erst durch das aktive Bewegen der Abwehr auf D+7m verleiten lassen, was aber zur Entscheidungsfindung unerheblich ist. Hätte die Abwehr den Anwerfer berührt, dann ist es D+7m, das war aber nicht der Fall.
(22.01.2018, 07:22)'daywalker' schrieb: [ -> ]Entscheidung war falsch.... du gibst dir die Antwort selber. Der Anwurf wurde nicht verhindert sondern ausgeführt und mit weniger als 3 Meter Abstand geblockt. Ich habe mich auch erst durch das aktive Bewegen der Abwehr auf D+7m verleiten lassen, was aber zur Entscheidungsfindung unerheblich ist. Hätte die Abwehr den Anwerfer berührt, dann ist es D+7m, das war aber nicht der Fall.

 

Ich seh es genauso.
Zumal die "Guidlines und Interpretationen" aus dem Regelwerk diese Situation genau beschreiben:

Abstandsvergehen (Regel 8:10c)
Das "Nichteinhalten des Abstandes" führt nur dann zur Disqualifikation + 7m, wenn der Wurf in den letzten 30 Sekunden (!) nicht ausgeführt werden kann.

Wird der Wurf ausgeführt und durch einen zu nahe stehenden Spieler geblockt, dann ist auch in den letzten 30 Sekunden die normale Progression vorgesehen, da der Ball die Hand des Werfers verlassen hat (s. Regel 15:2 Abs. 1).