Staßfurt
#1
Für Helmut Kurrat sind Roman Bruchno, Sebastian Retting, Stefan Wiederhold und Sebastian Scholz keine Unbekannten. Die Handballer des Mitteldeutschen Oberligisten HV Rot-Weiss Staßfurt waren nämlich einst Schützlinge des 51-Jährigen, die er als Landestrainer oder bei der SG Eintracht Glinde betreute. Am Dienstag gab es dann ein Wiedersehen. Für das Schwelgen in Erinnerungen war Kurrat allerdings nicht nach Staßfurt gereist, sondern um ein gemeinsames Training durchzuführen.

Kurrat wird nun immer dienstags die Einheit von Trainer Reiner Baumgart, der beruflich sehr eingespannt ist, übernehmen. Dabei will er auch seine Erfahrung – er war unter anderem Coach im DHB-Nachwuchsbereich sowie des Bundesligisten SC Magdeburg – an die jungen Akteure weitergeben. "Bisher war es immer so, dass Reiner mir geholfen hat. Jetzt kann ich ihn unterstützen." Mehr will Kurrat nicht. "Ich will nur helfen. Ich werde in den kommenden Wochen weder als Co-Trainer fungieren, noch am Wochenende auf der Trainerbank platznehmen", stellte er klar. Als Leiter des Olympiastützpunktes Magdeburg/Halle hat er nämlich einen vollen Terminkalender.


Das Verhältnis zwischen Baumgart und Kurrat ist mehr als gut, schon freundschaftlich, liefen doch beide Anfang der 80er Jahre gemeinsam für den SC Magdeburg in der DDR-Oberliga auf. So verständigten sie sich bereits am Montag, dass Kurrat die Konzentration in den Einheiten besonders auf den Athletik- und Abwehrbereich legen soll. "Reiner ist es dann am Donnerstag und Freitag vorbehalten, die Mannschaft auf die Aufgabe und den Gegner am Wochenende einzustellen."

Für die Staßfurter wird es am Sonnabend, 12. Februar, um 16.30 Uhr wieder ernst, wenn dann im Kampf um den Ligaverbleib die SG Eintracht Glinde zum Derby in der Merkewitz-Halle erwartet wird.
Die Dummen haben die Kanonen nicht erfunden, aber Sie schießen damit !!!!Tongue
RWS-Fans
Antworten
#2
Offener Brief des Vorstandes des HV ROT-WEISS-STASSFURT und Fördervereins des HV ROT-WEISS-STASSFURT
Vorstandsinfo · 2014
Nach langen Diskussionen und in Würdigung der Ereignisse der letzten Wochen sehen wir –der Vorstand des HV RW Staßfurt sowie der Vorstand des Fördervereins des HV RW- uns genötigt, mit einem offenen Brief, welcher auf unserer Website sowie im MHV-Forum veröffentlicht wird und auch dem MHV-Vorstand zugeht, auf die massiven Anfeindungen gegen unseren Verein zu reagieren.

Was war passiert?

Unmittelbar mit dem Abpfiff des Heimspieles unserer Mannschaft gegen die HSG Freiberg am 11.10.14 kam es kurzzeitig zu tumultartigen Szenen in der Hälfte der Heimmannschaft, wie sie in ähnlicher Form in vielen Hallen dieser Republik schon gesehen wurden, als der Freiberger Siebenmeterschütze den möglichen Ausgleich seiner Mannschaft leichtfertig oder überheblich vergab und sich die extremen Anspannungen aus dem dramatischen Spielverlauf entluden.
Dieses Spiel kann im Netz gesehen werden...
Besagte maximal 2 Minuten sind bislang überaus kontrovers geschildert und bewertet wurden.

So äußert sich der Freiberger Manager Kalinke auf der Vereinshomepage: „... Noch am Siebenmeterpunkt wurde unser Werfer von Staßfurter Spielern bestürmt, umgerissen, geschlagen, getreten... , dass sogar Zuschauer mit einer umgehängten Akkreditierung... ihn nochmal an Kopf und Rippen traten...“
Der vom Punkt gescheiterte Eric Bolomsky: „Hätte ich getroffen, hätten die mich bestimmt getötet!“

In ihrer Folge wurden von Seiten der Freiberger Mannschaft Strafanzeigen gestellt, die Spielleitende Stelle sprach gegen den HV RW eine Geldstrafe wegen sicherheitstechnischer Mängel, vermeintlich unsportlicher Äußerungen des Hallensprechers (von den Unparteiischen übrigens nicht im Spielberichtsbogen erwähnt!) sowie Fehlern im Sicherheitskonzept aus. Weiterhin wurde ein Spieler nach Tätlichkeit gegen den MV der Freiberger mit einer Spielsperre belegt.

Soweit die Fakten...

Den handballinteressierten Lesern sei an dieser Stelle noch einmal in aller Klarheit versichert, dass wir als Verein uns vehement gegen jede Form von Gewalt oder Unsportlichkeit aussprechen!
Aus genau diesem Grund erscheint es uns jedoch essenziell, ausführlich den Standpunkt unseres Vereins darzulegen und somit auch einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse vom 11.10.14 sowie vorausgegangene Aktionen zu ermöglichen.
Es sei betont; dass Fehler seitens unseres Vereins nicht beschönigt werden sollen;
Konsequenzen wurden bereits gezogen!

Als Sieger einer denkwürdigen Partie (45:44) könnte man sicherlich die Strafe akzeptieren uns sich über die gewonnenen 2 Punkte freuen. Dem ist mitnichten so!
Wir als sämtlich rein ehrenamtlich tätige Vorstandsmitglieder –einige von uns haben mehr als 15 Jahre im bezahlten Handballsport hinter sich- mit jahrzehntelang gelebter Liebe zu dieser fantastischen, schnellen und körperbetonten Spielsportart sehen uns in unserer Integrität verletzt, ja persönlich diffamiert.
Dies werden wir so nicht hinnehmen!

In einem Widerspruchsverfahren wird der Verein gegenüber der Spielleitenden Stelle detailliert auf die durch diese angeführten Versäumnisse eingehen.

Es wird uns nach Abschluss dieses Verfahrens und der polizeilichen Ermittlungen dann möglich sein, einen Videomitschnitt der Minuten NACH Spielende zu veröffentlichen, damit sich jeder Handballfan, der nicht persönlich vor Ort war, eine eigene Meinung bilden kann.

Um zum Schlagwort UNSPORTLICHKEIT zurückzukehren:
Die tendenziöse Berichterstattung seitens der HSG Freiberg ist in den letzten 2 Jahren nicht nur dem HV RW sondern einer ganzen Reihe von Gegnern sauer aufgestoßen.
Mit welcher Polemik, Übertreibung und zum Teil sogar bewusster Falschinformation hier von offizieller Vereinsseite Stimmung gemacht wird, erstaunt selbst alte Hasen in dieser Sportart.
Namentlich Trainer Bolomsky auf der Vereinshomepage, im MHV-Forum, via Facebook sowie der Manager und MV Kalinke haben sich eine Kultur des Zündelns angeeignet und gießen immer wieder Öl ins Feuer.
Mit einem Originalzitat dieses Sportfreundes soll diese Behauptung belegt werden:
„dass wir geschlagen, getreten, geklammert, bespuckt, umgerannt, beschimpft werden...“ (Bolomsky). Er spricht über die MOL!

Ziel all dieser Aktionen und Aussagen der Freiberger ist es ganz offensichtlich, sich als besonders schützenswerte, verfolgte und ob der „revolutionären“ Spielweise angefeindete Spezies zu gerieren.

Kein Fan oder Aktiver mit Sachverstand verdenkt es einem Trainer, wenn er die Spielweise seiner Mannschaft den Stärken und (altersbedingt noch körperlichen) Schwächen des vorhandenen Spielerpools anpasst. Erfolg lässt bekanntlich alle Zweifler verstummen. (Ob dieses vogelwilde Spiel mit z.T. erschreckend hoher Fehlerquote auf beiden Seiten dem Zuschauer langfristig gefällt, sei dahingestellt.)
Aber dass hier von einem Verein, der seinen Aufstieg und Verbleib in der Höherklassigkeit jahrelang seinen tschechischen Leistungsträgern zu verdanken hatte, nun das eigene Konzept der Nachwuchsförderung derartig heroisiert wird, erstaunt dann doch. Die angespannte finanzielle Lage in Mitteldeutschland hat in den letzten 5-6 Jahren eigentlich alle Vereine zum Umdenken gezwungen...

Wenn dann ein Herr Bolomsky als aktiver Trainer meint, nun auch noch verbandspolitisch aktiv werden und latenten Druck auf Unparteiische aufbauen zu müssen, dann bekommt der Terminus „Fairness im Handball“, welchen er seinem (nicht ganz so) offenem Brief an den DHB-Vizepräsidenten Bob Hanning, den MHV-Staffelleiter Klaus Rupprich sowie ausgewählte Schiedsrichtergespanne des MHV als Überschrift gibt, eine völlig neue Bedeutung!
(Anmerkung: Dieser Brief ging beispielsweise auch im Vorfeld des Spieles HV RW vs. HSG Freiberg an die angesetzten Schiedsrichter!
Es benötigt nicht viel Handballsachverstand, um zu erkennen, dass das ach so progressive Spiel der Freiberger Renndachse angesichts der augenscheinlichen Defizite im „normalen“ Deckungs- und Angriffsspiel eines zwingend benötigt: Unterzahl des Gegners!
Da kann es dann nicht schaden, wenn bewusst oder unbewusst mit zweierlei Maß gemessen wird.
Videos existieren genug, welche eines ganz deutlich zeigen: Es wird nicht überhart oder bewusst unfair gespielt. Wer jedoch ein körperloses Spiel favorisiert, der ist vielleicht beim Basketball besser aufgehoben.
Angesichts der vielen Freundschaften zwischen Spielern gegnerischer Mannschaften aus langjähriger Rivalität oder früherem Zusammenspiel hat man(n) sich in Mitteldeutschland auch nach knallharten Spielen auf Messers Schneide noch immer die Hand gereicht und im Nachgang bei Wasser oder Bier das Spiel gemeinsam analysiert...


Mit dem Wissen, anderen Vereinen aus der MOL aus der Seele ‚gesprochen’ zu haben, möchten wir unserer Hoffnung Ausdruck verleihen, dass künftig die sportliche Auseinandersetzung im Rahmen des Regelwerkes wieder in den Vordergrund rückt.
Wir als HV RW werden alles dafür tun, dass auch in der MOL echte Klassiker-Paarungen entstehen, wie wir sie aus 14 Jahren Regionalliga kannten!



Mit sportlichem Gruß
Anhang: Offener Brief des Freiberger Trainers Herr Bolomsky

Betr.: Fairness im Handball
Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,
Die neuerlichen Erlebnisse oder Ereignisse im Punktspiel der Mitteldeutschen Oberliga zwischen den Gotha- Goldbach Hornets und unserer Männermannschaft, d.h. der HSG Freiberg veranlassen mich zu diesen mahnenden bzw. fordernden Aussagen.
Die Dachse der HSG Freiberg sind in dieser Spielzeit mit einem Pilotprojekt im Männerbereich der 4. Liga gestartet. Dabei wurde im Vorfeld, wie mir in Deutschland in diesem Maße in einer höheren Liga bisher unbekannt, konsequent auf den eigenen Nachwuchs gesetzt. 10 junge Spieler, die in den vergangenen zwei Jahren in der Jugendbundesliga aktiv waren, wurden als Vertragsspieler in den Männerspielbetrieb übernommen. Davon spielen 8 der jungen Männer sofort in der ersten Mannschaft und damit zur Zeit in einem Team, in dem bewusst versucht wird, ohne ausländische Spieler auszukommen! Auch dies ist für diese Spielklasse wohl eher sehr ungewöhnlich, wobei keiner von uns voraussagen kann, ob sich dies auf Dauer durchhalten lässt, aber wir wollen es zumindest versuchen.
Zu beklagen ist aber eine zunehmende Verrohung im Sport und hier im Speziellen im Handball. Die Brutalität und die vielen „versteckten“ Attacken gegen den Gegenspieler sind nicht mehr tolerierbar und bar jeder Deckung mit unserem technischen Regelwerk im Handball. Ich weiß, es gibt wirklich Menschen, die unter dem Begriff Männerhandball, Faustschläge ins Gesicht und in den Unterkörper, Ellenbogeneinsätze, Unterarmeinsätze gegen den Kehlkopf, Stoßen in der Luft oder/und Unterlaufen des in den Kreis springenden Außen, sehen. Und in diesem Zusammenhang gehe ich noch nicht einmal auf die mittlerweile schon befremdlich wirkenden Themen Schritte und Abwehr durch den Kreis ein! Es geht ausschließlich um die Eskalation von Gewalt im Handball! Diese Eskalation findet sich, solange es sich um einen deutschen Spieler handelt, auch deutlich im Vokabular auf dem Spielfeld wieder. Nur ein Beispiel vom oben genannten Spiel: Es war Wischpause. Ein Spieler der Gastgeber forderte einen Freiberger Spieler auf mit zu machen, mit den Worten: „ Mach mit, sonst hau ich dir in die Fresse!“ (wurde vom Schiedsrichter mit einer 2 Minutenstrafe geahndet)
Ich weiß auch, dass wir mit unserem ungewöhnlichen Spielsystem und der entsprechenden dahinter stehenden Spielphilosophie Probleme für Gegner und Schiedsrichter verursachen. Es ist etwas Neues. Das Regelwerk ist aber immer noch die Grundlage! Wir hatten vergleichbare Ereignisse auch schon in der Jugendbundesliga (das waren Ausnahmen !!) und wir wehren uns, weil wir Handball leben und lieben. Damals haben wir sofort zivilrechtliche Maßnahmen eingeleitet. Handball ist kein rechtsfreier Raum! Zumindest werden wir für die folgenden Spiele wieder zusätzliche Kameras aufstellen, um grobe Unsportlichkeiten und Tätlichkeiten zukünftig wieder klar zu beleuchten.
Aber jetzt sind die Verantwortlichen, auch aus dem DHB, gefordert! Warum sind denn so viele Spieler in Deutschland körperlich (Bsp.: Glandorf) so verschlissen? Warum ist die Gesundheit der Spieler so wenig wert? Vor einigen Jahren wurde eine Regeländerung zum Schutz der Gesundheit der Spieler bei Torwartaktionen außerhalb des Torraums (Anlass: Fall Johan Petersson) eingeführt und das mit großem Erfolg. Was muss nun passieren, um die Spieler vor mutwilligen, heimtückischen Angriffen auf ihre Gesundheit zu schützen? Wer nimmt den Schiedsrichter die Angst, das Regelwerk weiter durchzusetzen, wenn die Mannschaft schon Unterzahl spielt? Wer nimmt ihnen die Angst auch gleich zu Spielbeginn „Rot“ zu zeigen? Wer nimmt ihnen weiterhin den Druck u.a. dafür zu sorgen, dass bei beiden Mannschaften ein etwa ausgeglichenes Verhältnis an Zeitstrafen existieren soll? Wie sollen sie das schaffen, wenn beide Teams unterschiedliche Auffassungen zu sportlichen Werten und Fairness haben? Wie will der Handball junge, gute Schiedsrichter unter diesen Bedingungen auf dem Parkett und auf den Rängen entwickeln? Ich habe diesbezüglich schon einmal im Artikel „Dachse ohne Chance“ deutlich Stellung bezogen. Macht es überhaupt Sinn, auf junge, deutsche Spieler zu setzen? Oder wollen wir im Handball zusehen, wie vorwiegend Spieler aus aller Herren Länder in deutschen „Kampfarenen aufs Schlachtfeld“ geführt werden? Ist das unser Sport? Ist das unsere Zukunft? Und wer behauptet, so schlimm sei es schon nicht, der sollte die Augen öffnen!
Ich fordere mit Nachdruck im Handball den Schutz der Gesundheit a l l e r Spieler in den Mittelpunkt zu stellen und der Verrohung, sowie der Eskalation von verbaler und körperlicher Gewalt die Stirn zu bieten, wenigstens sie aber durch entsprechende Ahndungen einzudämmen!
Wir wollen Handball s p i e l e n !!!
Mit sportlichen Grüßen

Andreas Bolomsky

(Quelle: HV RW Staßfurt)
[-] The following 3 users Like Dirk's post:
  • Pfiffi, Mr. Green, TSG-Fan
Antworten
#3
Nach jahrelangem Zugreifens auf tschechische Sportler sollte man sich im ersten Jahr ohne Ausländer nicht selbst dafür feiern. Wir (HC Burgenland bzw. vorher HSV Naumburg/Stößen) spielen seit Bestehen der MDOL, und auch vorher, IMMER ohne Ausländer.

Zum Thema Fairness sollten sich die Verantwortlichen der HSG Freiberg auch in Zurückhaltung üben. Ich erinnere erneut an den Vorfall "Marcel Kilz". Unser Spielmacher verbrachte die Weihnachtsfeiertage des letzten Jahres im Freiberger Krankenhaus, er zog sich beim Spiel gegen die HSG einen Lungenriss zu. Und das nicht etwa nach einenm normalen Foul, sondern nach einem versteckten und höchst unsportlichen Vergehens eines Freiberger Spieler. Jeder der damals Anwesenden weiß wer gemeint ist, aber stelle hier niemanden namentlich an den Pranger.

HCB olé
[-] The following 1 user Likes HBG80 "HCB - OLE"'s post:
  • TSG-Fan
Antworten
#4
(26.10.2014, 11:01)HBG80 "HCB - OLE schrieb: Nach jahrelangem Zugreifens auf tschechische Sportler sollte man sich im ersten Jahr ohne Ausländer nicht selbst dafür feiern. Wir (HC Burgenland bzw. vorher HSV Naumburg/Stößen) spielen seit Bestehen der MDOL, und auch vorher, IMMER ohne Ausländer.

Zum Thema Fairness sollten sich die Verantwortlichen der HSG Freiberg auch in Zurückhaltung üben. Ich erinnere erneut an den Vorfall "Marcel Kilz". Unser Spielmacher verbrachte die Weihnachtsfeiertage des letzten Jahres im Freiberger Krankenhaus, er zog sich beim Spiel gegen die HSG einen Lungenriss zu. Und das nicht etwa nach einenm normalen Foul, sondern nach einem versteckten und höchst unsportlichen Vergehens eines Freiberger Spieler. Jeder der damals Anwesenden weiß wer gemeint ist, aber stelle hier niemanden namentlich an den Pranger.

HCB olé

Ja letztes Jahr waren es bei Freiberg aber keine Jugendspieler. Da war das aus Freiberger Sicht auch alles "Legitim"?

Ich finde in der Liga gibt es eine gewisse härte, aber Handball ist nun mal eine Kontaktsportart. Und wenn es "ausartet" greifen die Schiris - zumindest fast - immer ein. Wer will schon "Streichelhandball" sehen?
Antworten
#5
Ich finde die Stellungnahme des HV RW Staßfurt trifft alles auf den Punkt. Bei Freiberg scheint alles nur noch auf Vermarktung aus zu sein. Und dazu passen wohl keine Niederlagen. Und dieses rum Geheule in dem Brief vom Freiberger Trainer. Komischer Weise war die letzten Jahre in der MHV alles gut und es verstanden sich alle Vereine untereinander. Jetzt stellt er Freiberg schön ins Abseits mit solch sinnlosen Aktionen.
Antworten
#6
Hallo zusammen,

die Diskussion und der Brief sind spannend.
Im Endeffekt geht es - die persönlichen Differenzen mal bei Seite - um zwei unterschiedliche Auffassungen des Handballsports. (Defensive und auf den Gegenspieler orientierte Spielweise und eine (sehr) auf den Ball orientierte Spielweise, welche dem Basketball ähnelt.)

Ob und welche Variante sich durchsetzt, wird die Zeit zeigen. Einige Tatsachen sprechen aber für die schnelle und auf den Ball orientierte Spielweise. Handball konkurriert mit Basketball und Eishockey um die Nr. 2 der Teamsportarten in Deutschland. Beide sind - im Durchschnitt - wesentlich schneller als das typische Handballspiel in den letzten 10-15 Jahren. Wenn wir Zuschauer XY heute (2014) , morgen (2020) und übermorgen (2030) für unseren Sport gewinnen wollen, muss es Veränderungen geben. Sonst wandern eben immer mehr Kinder und Jugendlichen dahin ab.

Warum ist dies aus meiner Sicht wichtig?
Solange - im bezahlten Volkssport, was die MDOL ist - diese beiden Welten aufeinander stoßen, wird es immer wieder ähnliche Probleme geben. Dies lässt sich aber nur auf dem Spielfeld klären.
Einige Rahmenbedingungen müssen aber zwingend verändert werden. Wenn das Spiel so schnell wird, warum nicht einen dritten Schiedsrichter - wie beim Basketball - hinzuziehen?

In diesem Sinne - Sport frei.
Antworten
#7
jetzt bin ich aber überrascht. Die Ereignisse in Stassfurt waren ja förmlich mit Ankündigung von Freiberger Seite. Man hat sogar zusätzliche Videokameras installiert. Komisch nur, dass von Freiberger Seite nicht ein einziges Video aufgetaucht ist, dass die Behauptungen untermauert. Ich kann es kaum erwarten, dass Stassfurt das Video von den Vorkommnissen veröffentlicht. Leider geht dies erst nach Abschluß der polizeilichen Ermittlungen. Dann wird sich zeigen, dass der Freiberger Betreuer einen nicht unerheblichen Anteil daran hat.
Da der Brief schon vor dem Stassfurt- Spiel entstand, ist wohl jetzt auch klar, dass Stassfurt nur den Beweis liefern sollte, für die Richtigkeit der Behauptungen. Und wenn es nicht ganz so schlimm war, dann muss man eben von Freiberger Seite etwas übertreiben.
Bleibt abschließend festzustellen, dass bisher in allen Spielen mit Freiberger Beteiligung, sich der Gegner (egal ob siegreich oder nicht) über die Ungleichbehandlung durch die Schieris beschwert. Ein Zusammenhang zwischen dem Brief der Freiberger und dem Pfeifen für Freiberg ist da nicht ganz von der Hand zu weisen.
Antworten
#8
Ich finde es beängstigend mit welchen Mitteln hier gearbeitet wird. Man kann doch nicht den Schiedsrichtern einen Brief schreiben wie sie zu pfeifen haben und dieses gleichzeig dem MHV und DHB zur Absegnung vorlegen. Und die Gegner bekommen indirekt mitgeteilt dass es so viele Kameras gibt, dass es bei der kleinsten Aktion zu einer Anzeige kommen kann. Wer, bitteschön, steht denn hier noch unvoreingenommen auf der Platte?
Antworten
#9
Diesem offenen Brief muss ich entnehmen, dass Stassfurt die Aktionen nach Schlusspfiff leider immer noch unterschwellig mit den "äußeren" Umständen zu rechtfertigen versucht.

"...tumultartigen Szenen in der Hälfte der Heimmannschaft, wie sie in ähnlicher Form in vielen Hallen dieser Republik schon gesehen wurden, als der Freiberger Siebenmeterschütze den möglichen Ausgleich seiner Mannschaft leichtfertig oder überheblich vergab und sich die extremen Anspannungen aus dem dramatischen Spielverlauf entluden"

Tenor: Passiert woanders auch und ist ganz normal, es konnte ja nur so enden, das muss man doch verstehen, die Freiberger sind durch die Art des Handballspielens und der Ausführung des letzten 7-Meters ja selbst dran schuld. Dazu noch überforderte und durch Freiberg gezielt beeinflusste Schiris.
Ich weiß nicht ob diese "interne" Vorgehensweise beim Umgang mit den Vorfällen nach Schlusspfiff der Sache zuträglich ist.
Die "unsportlichen Äußerungen des Hallensprechers" scheint es demnach auch nicht gegeben zu haben, auch wenn das Video eine andere Sprache spricht.

Ich muss aber dennoch zugeben, dass ich die Aussage von Eric Bolomsky "„Hätte ich getroffen, hätten die mich bestimmt getötet!“ so nicht in die Berichterstattung eingebaut hätte und somit den Unmut der Stassfurter bei der einen oder anderen Formulierung der sicherlich mit heißer Nadel gestrickten Berichterstattung verstehen kann.

Aber dafür wie oben beschrieben Freiberg noch indirekt die Schuld an den Vorkommnissen in die Handballschuhe zu schieben, ist völlig daneben. Denn ohne die Aktion nach Schlusspfiff würden wir heute nicht so intensiv über dieses Spiel reden. Wobei die Diskussion ja nun eher gegen den Freiberger Spielstil und die zündelnden Kommentare der Mannschaftsverantwortlichen gerichtet ist.

An der Stelle gleich mal die zitierte Textstelle aus der Stellungnahme des Trainers.

"Dass wir geschlagen, getreten, geklammert, bespuckt, umgerannt, beschimpft, … werden, kennen wir. Das ist für einige Mannschaften, die sich gegen uns und unserer ballorientierten Spielweise nicht zu helfen wissen, das große Allheilmittel..."

Entgegen der Behauptung im offenen Brief finde ich bei diesen Aussagen keinen Verweis auf die MDOL. Es ist eine allgemeine Feststellung, die auf Erfahrungen und einigen unschönen Vorkommnissen aus der A-Jugendzeit beruht.
Wobei man nun leider feststellen muss, dass einige der genannten "Aktionen", und das sage ich als Fan der in Gotha und Stassfurt dabei war, eben leider auch in der MDOL beobachtet werden konnten.

Doch woran liegt das?

Neben dem ungewohnten Umgang auf dem Feld und im Kopf mit dieser Spielweise (wie stelle ich als Trainer meine Mannschaft taktisch ein? Die nächsten 60 Minuten muss ich jetzt rennen wie ein Bekloppter, ständig habe ich einen Gegenspieler vor mir der mich bedrängt, die Schiris treffen aufgrund des hohen Tempos auch nur "ständig" Fehlentscheidungen, wir können unsere gewohnten und einstudierten Spielzüge nicht umsetzen) sehe ich davorallem ein Problem:

Der fehlende sportliche Respekt gegnüber dieser, eben etwas anderen Spielweise. Und das eben nicht nur von den Fans, denen man dieses fast noch zugestehen möchte, sondern vorallem durch Personen die an der Spitze anderer Vereine stehen.
Derartige Aussagen wie eben hier vom Stassfurter Vorstand ("augenscheinlichen Defizite im „normalen“ Deckungs- und Angriffsspiel") oder durch dem Sportsfreund Tuschy ("HSG Kinderhandball Freiberg" oder "Was soll ich auch zu einem Spiel sagen, das mit Handball nicht zu tun hatte") legen dafür die Grundlage und werden natürlich in die Köpfe der Spieler (und Fans) getragen, die ihrem Unmut dann Luft machen wollen.

Man kann von der Freiberger Spielweise angetan sein oder auch nicht, den sportlichen Respekt vor der spielerischen Leistung sollte man aber nie verlieren! Denn auch Freiberg spielt nur nach dem was das Regelbuch hergibt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Glück auf
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Antworten
#10
Wegen des respektlosen Verhaltens von Freiberg (Briefe, Gejammer, Übertreibung) kann ich nur hoffen, das man Euch in fremden Hallen gnadenlos auspfeift. Doch leider lesen wohl zu wenige Fans der MOL dieses Forum. Ich hoffe das sich viele dem Staßfurter Brief anschliessen, allein aus dem Grund das Freiberg diese Briefe verfasst und verschickt. Das kann nicht im Sinne der Mannschaften und Fans der MOL sein.

Freiberg stellt sich immer mehr ins Abseits und Respekt oder Anerkennung habt ihr nicht verdient.

Lg aus MD
[-] The following 2 users Like AndreaW's post:
  • Mr. Green, Hexer
Antworten



Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste