DHB-Pokal Qualifikation Sachsen-Anhalt 2013
#1
BEAVERS sollen DHB-Startplatz buchen

Dessau-Roßlauer HV II vs. SV Oebisfelde 1895

Bevor mit dem Abschiedsspiel für den nach Kühnau wechselnden Vollbluthandballer Armands Uscins und den Richtung Gummersbach scheidenden Chef-Coach Georgi Swiridenko am 06. Juni der voraussichtlich letzte Saisonhöhepunkt für den Dessau-Roßlauer Handballverein ansteht, gibt es am morgigen Samstag einen nicht minder wichtigen Handballtermin in der Anhalt-Arena.

Ab 16 Uhr kämpft der Landespokalsieger 2013 gegen den Sieger aus einem Qualifikationsturnier der Dritt- und Viertligisten unseres Bundeslandes, welches allerdings nicht zur Austragung kam, um den einzigen durch den Handballverband Sachsen-Anhalt zu vergebenen Startplatz im Pokalwettbewerb des Deutschen Handball Bundes.

Über die Irrungen und Wirrungen der letzten beiden Spieljahre bezüglich der Qualifikation zu diesem Startplatz innerhalb der möglichen Kandidaten, speziell auch für die BEAVERS, wurde bereits mehrfach berichtet. In der Quintessenz hatte die erste Mannschaft des DRHV aufgrund von Versäumnissen auf Bundes- und Landesebene zwei Jahre lang keine Möglichkeit sich für den DHB-Pokal zu qualifizieren.

Dieser Umstand und die geltenden Durchführungsbestimmungen im Pokal ließen beim DRHV recht früh den Gedanken keimen, sich über den Gewinn des Landespokals den einzigen Platz zu sichern. Dies war auch der Grund, warum bereits nach dem Erreichen des Halbfinales personelle Unterstützung für die zweite Mannschaft aus den Reihen der Drittliga-Sieben gegeben wurde, um den Titel abzusichern.

So kommt es nun offiziell zum Aufeinandertreffen der zweiten Mannschaft des DRHV und dem SV Oebisfelde 1895, der –ebenfalls die amtliche Sprachweise- als einzige Mannschaft für das oben genannte Qualifikationsturnier gemeldet haben soll und somit automatisch für das Qualifikationsendspiel gesetzt war.

Oebisfelde, selbst einige Jahre Drittligist, gehört zum soliden Mittelfeld der Mitteldeutschen Oberliga und belegte in der abgelaufenen Spielzeit Rang Acht. Die körperlich sehr robuste Mannschaft hat gerade einen Trainerwechsel hinter sich. Der aus Wolfsburg wechselnde Hendryk Tuschy ersetzt Markus Müller, der seinerseits für den während der Saison zurückgetretenen Coach Thomas Meinel eingesprungen war.

Einige Zweifel am Prozedere scheinen durchaus angebracht wenn man in Rechnung stellt, das von den möglichen zehn Teams (Bernburg, Aschersleben, Magdeburg II, Dessau-Roßlau, Köthen, Halle, Oebisfelde, Naumburg-Stößen, Radis und Wolfen) nur Oebisfelde Interesse bekundet haben soll. Zumindest für den DRHV kann, weil man ebenfalls interessiert war, aufgrund kontinuierlicher Nachfragen versichert werden, dass es noch Anfang August vorigen Jahres durch den Pokalverantwortlichen des HVSA keine verbindlichen Angaben zum Qualifikations-Modus gab…

Von der in der abgeschlossenen Meisterschaft der Sachsen-Anhalt-Liga auf Rang Vier eingekommenen zweiten DRHV-Vertretung wird morgen kaum etwas zu sehen sein. Lediglich Torhüter Florian Hempel, der für den verhinderten Andreas Sprecher aufrückt, und Anschlusskader Oliver Lindner werden nach aktueller Lage der Dinge dabei sein. So ziemlich die komplette erste Mannschaft der Bauhausstädter soll den DHB-Platz buchen, wodurch die Favoritenrolle geklärt scheint. Selbst Georgi Swiridenko wird dem „Zwoote-Coach“ Uscins unterstützend zur Seite stehen.

„Nicht von einer machbaren Aufgaben zu sprechen wäre angesichts der Ausgangslage wohl unglaubwürdig“ meinen dann im Vorfeld der durchaus reizvollen Partie auch beide Coaches unisono. Im Falle eines Sieges kann man im DRHV-Lager dann in der Vorausschau schon mit einem Heimvorteil in der ersten Hauptrunde planen, denn als offizieller Fünftligist ist eine Gastgeberrolle gegen einen höherklassigen Konkurrenten wahrscheinlich sicher. Die sechs Erstplatzierten der Bundesliga brauchen allerdings erst in der zweiten Runde einzusteigen.

Quelle: Dessau-Roßlauer HV
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#2
Müller-Sieben bietet Drittligisten lange Paroli

Trotz der Niederlage boten die Oebisfelder um Andreas Kalupke am Sonnabend in Dessau eine couragierte Leistung.

Dessau/Oebisfelde l Die Mitteldeutschen Oberliga-Handballer des SV Oebisfelde werden in der kommenden Saison nicht am DHB-Pokal teilnehmen. Grund: Die Allerstädter verloren am Sonnabend das Qualifikationsspiel gegen den Sachsen-Anhalt-Ligisten und Landespokalsieger Dessau-Roßlauer HV II in der Dessauer Anhalt-Arena mit 28:34. Zur Pause stand es noch 13:13.

Die Niederlage kam für die Oebisfelder nicht unerwartet. Denn die zum letzten Mal von Trainer Markus Müller betreuten Allerstädter bekamen es nicht mit der zweiten Dessau-Roßlauer-Vertretung zu tun, sondern mit der ersten Mannschaft der Anhalter. Die spielt wie im Vorbericht zu dieser Partie erwähnt in der dritten Bundesliga Ost und kam auf dem sechsten Rang ein. Wie Müller informierte, habe nur ein Akteur der zweiten Sieben am Sonnabend mitgespielt.

Laut Durchführungsbestimmungen sei dieses "personelle Aufrüsten", auch wenn der Wettbewerb dadurch in Schieflage gerate, möglich. So haben die Gastgeber, die unbedingt in den DHB-Pokal wollten, bereits das Halbfinale und die beiden Endspiele mit zahlreichen Akteuren der ersten Mannschaft bestritten.

In die Hände spielte den Dessau-Roßlauern auch der Fakt, dass die Oebisfelder ersatzgeschwächt antreten mussten. Nur zwei Wechselspieler standen zur Verfügung. Außerdem gingen Rückraumkanonier Christian Herrmann und Kapitän Florian Seiler angeschlagen in die Begegnung. Beide hatten Probleme mit den Fußknöcheln.

"Angesichts dieser Umstände haben sich die Jungs gegen einen personell aus dem Vollen schöpfenden Kontrahenten ganz hervorragend aus der Affäre gezogen. Wir konnten nach Abpfiff mit erhobenem Haupt, auch wenn die Niederlage meiner Meinung nach etwas zu hoch ausgefallen war, das Feld verlassen. Ich bin jedenfalls stolz auf diese Mannschaft", kommentierte nach Abpfiff SVO-Übungsleiter Müller.

Lob gab es auch von den mitgereisten Oebisfelder Anhängern. "Wir haben nicht schlecht gespielt. Die Mannschaft hat alles aus sich herausgeholt", sagte beispielsweise Cindy Arnold.

Letztendlich lag es an den ausgehenden Kräften der Oebisfelder, mit Blick auf die mangelnden Wechselmöglichkeiten, dass sich der Drittligist sicher durchsetzen konnte. Aber die Müller-Truppe agierte bis in die Schlussphase hinein sehr couragiert und sie bewies vor allem Moral. So zeigte sie sich nach Rückständen (1:4; 6:10) während der ersten Hälfte unbeeindruckt. Denn zur Pause stand es 13:13.

Nach 45 Minuten lag der SVO mit 23:21 vorn

Nach dem Wechsel schwangen sich die Oebisfelder dann zu ihrer besten Phase auf. Nach zunächst ausgeglichenem Spielverlauf, ging die Initiative an den SVO über. Folge: In der 45. Minute lagen die Gäste mit 23:21 vorn. Der Warnschuss in Richtung Drittligist saß. Der HV erhöhte das Tempo und traf damit den Kontrahenten. Denn dem gingen nun wie berichtet nach und nach die Kräfte aus. Ab der 50. Minute, Dessau lag mit 26:24 vorn, neigte sich daher die Siegwaage zu Gunsten der Hallenherren.

SV Oebisfelde: Naumann - Herrmann (4), Tietz (1), Thiele (9), Meinel (1), Vogel (2), Kalupke (2), Seiler (2), Götz (7).

Quelle: Volksstimme
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#3
Aufgabe erfüllt

Dessau-Roßlauer HV II vs. SV Oebisfelde 34:28 (13:13)

Wesentlich zäher als es das scheinbar deutliche Endresultat vermuten lässt gestaltete sich die Erfüllung der letzten Saison-Pflichtaufgabe für den Dessau-Roßlauer Handballverein.

Im Endspiel um den einzigen durch den Handballverband Sachsen-Anhalts zu vergebenden Startplatz für den kommenden DHB-Pokal war offiziell Landespokalsieger DRHV II Gastgeber für den anreisenden Viertligisten SV Oebisfelde 1895.

Entsprechend den geltenden Durchführungsbestimmungen des Landesverbandes und aufgrund der Tatsache, dass sich für die Beavers in den letzten beiden Spielzeiten keine andere Möglichkeit eröffnete den bundesweiten Pokalwettbewerb zu erreichen, spielte diesmal fast die komplette Drittliga-Sieben und war damit klarer Favorit.

Die Gäste, Achter der kürzlich beendeten Meisterschaft in der Mitteldeutschen Oberliga, waren den Hausherren körperlich zumindest ebenbürtig, jedoch nur mit einem Torwart und acht Feldspielern angereist. Wie Armands Uscins auf Dessau-Roßlauer Seite war auch SVO-Coach Markus Müller in seinem letzten Spiel an der Seitenlinie verantwortlich.

Die Startphase verlief aus Sicht der Muldestädter erwartungsgemäß. 4:1 und 6:3 konnte die DRHV-Sieben vorlegen und musste bereits in der 7. Spielminute den verletzungsbedingten Ausfall (Sprunggelenk) von Kreisläufer Martin Danowski hinnehmen, der zunächst von Oliver Lindner ersetzt wurde.

Schon recht früh war erkennbar, dass drei Wochen nach Abschluss der Punktspiele einige Dessau-Roßlauer bereits etwas aus dem Rhythmus waren oder mit unangemessener Konsequenz die Aufgabe annahmen. So hatten in den folgenden fünfzig Minuten vor allem die mitgereisten Anhänger des SVO Grund zur Freude.

Ohne spielerisch Bäume auszureißen verkürzten die Bördeländer zum 6:5 und wandelten einen zwischenzeitlichen 10:6-DRHV-Vorsprung in eine eigene, erste 11:12-Führung. Dabei profitierten sie besonders von einer unterdurchschnittlichen Wurfquote des Beavers-Rückraum, von dem sich allein Youngster Daniel Schmidt deutlich heraushob und mit insgesamt acht blitzsauberen Treffern überraschte.

Trotz eines im ersten Durchgang solide haltenden Florian Hempel im Dessau-Roßlauer Kasten gelangen Thomas Thiele (9) und Lucas Götze (7) zu viele einfache Tore, weil die zuletzt vielgerühmte Abwehrqualität der Gastgeber nur sporadisch zu sehen war. Mit einem 13:13 ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitentausch legte über weite Strecken der vermeintliche Underdog vor (14:15, 19:21, 21:23) obwohl Uscins mit der Hereinnahme vom 2,01-Meter-Hünen Robert Lux und Torhüter Andreas Sprecher weitere Qualitäten in den Wettstreit geworfen hatte und sich der Wechsel von Tomas Pavlicek auf die halbrechte Angriffsposition spielverbessernd auswirkte.

Dem Endspurt der Heimmannschaft hatten die Gäste, bei denen der Kräfteverschleiß offensichtlich wurde, dann jedoch nichts mehr entgegen zu setzen. Die nun einsetzende Fehlerflut nutzte der Favorit gnadenlos. Mit einem 13:5-Torlauf in den letzten elf Minuten wurde noch ein passables Endresultat herausgeworfen und die etwas unterkühlten eigenen Anhänger versöhnt.

Im Fazit wurde die Pflichtaufgabe erfüllt und man kann im DRHV-Lager gespannt der ersten Auslosungsrunde entgegensehen, für die bis auf die ersten sechs Bundesligateams alle anderen Qualifikanten im Lostopf sind. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist bei den anderen 51 Teilnehmern kein weiterer Fünftligist dabei, wodurch sich eine weitere Heimaufgabe abzeichnet.

DRHV mit: Sprecher, Hempel; Pavlicek 8/4, Schöne (n.e.), Müller 1, Donath 9, Lindner 2, Tiede (n.e.), Lux 3, Krug 2, Schmidt 8, Hüls, Danowski

Strafwürfe: DRHV 5/4, SVO 4/2
Strafminuten: DRHV 4 x 2, SVO 2 x 2

Quelle: Dessau-Roßlauer HV
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