1. Runde DHB Pokal
#11
Hermsdorfer Handballer verlieren im DHB-Pokal gegen Hüttenberg

Handball-Zweitligist TV Hüttenberg lässt keine Überraschung zu und gewinnt im DHB-Pokal gegen SV Hermsdorf mit 35:22.
Hermsdorf. SVH-Handballer Markus Parybyk (23) war völlig hin und weg.

In der Halbzeitpause lief er zu seinen Mitspielern Marvin Schreck (verletzt) und Florian Wunder (noch nicht spielberechtigt) und Torwart René Meißner (nicht eingesetzt) hinter das Tor und schüttelte nur mit dem Kopf. "Das ist der Wahnsinn, was die für einen Konterhandball praktizieren. Du muss eigentlich schon zurücklaufen, bevor du geworfen hast, um eine Chance zu haben", sagte Parybyk.

Wenig später verschwand er erst einmal in die Umkleidekabine. Mit sieben Toren lagen seine Hermsdorfer gegen den Zweitligisten TV Hüttenberg nach 30 Minuten hinten. Am Ende der Partie der 1. Runde des DHB-Pokals waren es beim 22:35 sogar 13 Tore Differenz.

Hüttenberg wurde am Sonnabend vor offiziell 212 zahlenden Zuschauern in der Werner-Seelenbinder-Sporthalle seiner Favoritenrolle gerecht.

So richtig zufrieden war der Zweitliga-Vertreter aber offenbar nicht. TVG-Betreuer Christian Schreier suchte nach Erklärungen: "Irgendwie spielen unsere Jungs immer gehemmt, wenn sie gegen Mannschaften aus unteren Klassen spielen."

Noch am Mittwoch davor testete die Profimannschaft aus Hüttenberg gegen den mittelhessischen Ortsnachbarn und Erstbundesligisten HSG Wetzlar und war beim 25:26 gleichwertig. "Heute haben wir nicht gut gespielt. Das können die Jungs viel besser", sagte Hüttenbergs Betreuer.

Die Hermsdorfer, die am 11. September gegen den LVB Leipzig in die Mitteldeutsche Oberliga starten, lieferten eine gute Leistung gegen den schier übermächtigen Gegner ab. SVH-Trainer Jens Friedrich monierte in seiner Analyse nur die Schwächen in der Rückwärtsbewegung. "Da standen mir zu viele Hüttenberger frei." 13 der 35 Tore der Gäste waren nach 1:0-Konter.

Bis zur 11. Minute konnte der SV Hermsdorf beim 6:7 von der Pokalsensation träumen. Es folgte die erste Konter-Welle der Gäste. Bis zur 26. Minute führte der Gast 15:9, sechs der acht Tore fielen nach Tempogegenstößen. "Wir wollten die Angriffe lange ausspielen und auf die Wurfchance warten", sagte Friedrich über das taktische Konzept. Nach dem Wechsel konnte der Viertligist den Sieben-Tor-Rückstand bis zur 36. Minute halten.

Der TVG zog immer wieder mit dem Tempo an. Beim 23:13 (38.) waren es zum ersten Mal zehn Tore, die beide Mannschaften trennten. Hermsdorf verteidigte den Abstand bis zur 48. Minute. Es folgte wieder die Trumpfkarte Konter: Andreas Scholz, der 13-fache Torschütze Florian Billek und Tomek Jezewski erhöhten im ICE-Tempo auf 31:17 (50.).

Zehn Minuten später folgte der Abpfiff. Für die Hermsdorfer war um 21.06 Uhr das Abenteuer DHB-Pokal, wie schon in den Vorjahren, erwartungsgemäß in der ersten Hauptrunde beendet.

Der TV Hüttenberg ließ an diesem Abend keine Überraschung zu. Das Team will in die eingleisige zweite Bundesliga ab Herbst 2011. Dazu ist in der bevorstehenden Saison in der Süd-Staffel Platz acht nötig. Betreuer Schreier ist überzeugt, dass diese Zielsetzung erfüllt wird. "Den achten Platz schaffen wir."

Die Hermsdorfer haben andere Ziele. Sie wollen die Klasse halten in der Mitteldeutschen Oberliga. "Wir sind auf einem guten Weg. Die Mannschaft hat sich zum Zwickau-Test am Donnerstag nochmal gesteigert, auch wenn das am Ergebnis nicht deutlich wird. Für uns war das Pokalspiel das bisher wichtigste Vorbereitungsspiel", sagte Friedrich.

SVH: Nedved, Szlapka Opel, Fischer (2), Högl (2), Grützbach (4), Riedel, Bergner (6), Parybyk (1), Heilwagen (3), Steinbach (2), de la Motte, Najman, Rust (2).

(Quelle:OTZ)
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#12
TV Hüttenberg profitiert vom Konterspiel

23. August 2010

13 Billek-Treffer in Hermsdorf - Konsequente Abwehrarbeit

Hermsdorf (hwt). Die lange Reise in den Osten Thüringens hat sich für den Handballzweitligisten TV Hüttenberg in der ersten Runde des DHB Pokals ausgezahlt. Beim Sportverein aus Hermsdorf behielten die Spieler der Mittelhessen die erforderliche Konzentration über die gesamte Spielzeit, wie von Trainer Jan Gorr im Vorfeld gefordert, hoch. 18:11 bis zum Wechsel, in den zweiten dreißig Minuten danach ein 17:11 bedeuteten am Ende ein klares 35:22 beim Oberligisten.

Die Stimmung in der gefüllten Werner-Seelenbinder Halle war durchaus beeindruckend, die Zuschauer peitschten ihr Team gerade in den ausgeglichenen Anfangsminuten bedingungslos nach vorne. Dabei konnte die Hessen im ersten Pflichtspiel nicht auf Neuzugang Timm Schneider setzen, der mit Bundesligist HSG Wetzlar zum vorletzten Testspiel im Südhessischen antrat. "Timm kann laut Statuten nur für eine Mannschaft im DHB-Pokal auflaufen, dass wollen wir und die HSG uns noch offen lassen", so TVH Trainer Jan Gorr.

Anfangs hielten die Spieler von SV-Trainer Jens Friedrich bis zum 6:6 (11.) auch hervorragend mit, dann packte die Abwehr des TVH immer konsequenter zu und die Hessen sorgten bereits zum Wechsel für ein klare Führung. Der TVH brauchte in der Abwehr ein paar Minuten um ordentlich zuzupacken und eng genug den Gegenspieler zu markieren. "Es war gut endlich ein Pflichtspiel zu haben, da geht es anders zu als in den Testbegegnungen, so konnten wir uns auch auf den Auftakt in einer Woche gegen den HC Erlangen zuhause einstellen. Dazu kam die klasse Kulisse, die auch manchem Zweitligisten gut zu Gesicht stehen würde", so Hüttenbergs Trainer Jan Gorr.

Die physisch höhere Präsenz in der Defensive und damit verbundene Ballverluste der Hausherren münzten Florian Billek und Co. immer wieder in zahlreiche Konter und einfache Tore um und sorgten schon vor dem Wechsel für eine Vorentscheidung. Hermsdorf wurde im Verlauf der Partie häufig vom Konterspiel des TVH überrollt und konnte phasenweise nur noch zuschauen. Grundstein des Tempospiels war konsequente Abwehrarbeit, die vor und nach dem Wechsel nur elf Gegentreffer zuließ. "Wir haben mehrere Systeme in Abwehr und Angriff durchgespielt. Alle haben Spielzeit bekommen und diese auch genutzt. Beeindruckend war vor allem unser Konterspiel, über die gesamte Spielzeit gesehen sind wir 16 Gegenstöße gelaufen, das hat mir schon sehr gut gefallen", so Gorr weiter.

Nachdem die Mannschaft am Montag und Dienstag trainingsfrei bekommt, um sich gut zu regenerieren, steht den Spielern noch eine knackige Woche der Vorbereitung ins Haus. "Natürlich werden wir in der Feinabstimmung arbeiten. In Angriff und Abwehr sind noch Details und Abläufe zu klären, damit alles noch besser ineinander greift. Wir werden oft den Handball in der Hand haben, um am Samstag zum Rundenauftakt möglichst ideal auf die Platte zu kommen", so Hüttenbergs Coach zum Abschluss.

Schiedsrichter: Fröbe/Pesth (Kühnau).

TV Hüttenberg: Ritschel, Redwitz(ab 45.); A. Lex (3), Faulenbach (1), Laudt (2), Jezewski (1), Weber (4), S. Lex (6), Scholz (1), Fernandes (1), Billek (13/4), Pausch (2), Stock (1).

Quelle: Gießener Anzeiger
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#13
Auslosung Nord
Spiel 01: SV Langenweddingen - Eintracht Hildesheim
Spiel 02: HSG Hohn-Elsdorf - HC Empor Rostock
Spiel 03: VfL Eintracht Hagen - HSG Nordhorn
Spiel 04: SG TMBW Berlin - SV Post Schwerin
Spiel 05: Borussia Mönchengladbach - TV Korschenbroich
Spiel 06: HSG Tarp-Wanderup - ART Düsseldorf
Spiel 07: MTV 1860 Altlandsberg - TV Emsdetten
Spiel 08: TuS Derschlag - SC DHfK Leipzig
Spiel 09: OHV Aurich - SV Henstedt-Ulzburg
Spiel 10: TSV Ellerbek - ASV Hamm-Westfalen
Spiel 11: TSV Bremervörde - VfL Bad Schwartau
Spiel 12: HF Springe - TuS Spenge
Spiel 13: Mecklenburger HC - VfL Potsdam
Freilos: TV Jahn Hiesfeld
Auslosung Süd
Spiel 14: SG Saulheim - SG Köndringen/Teningen
Spiel 15: TV 05 Mülheim - TSV Bayer Dormagen
Spiel 16: TSB Heilbronn-Horkheim - HG Saarlouis
Spiel 17: TV Bretten - HSC Erfurt
Spiel 18: TSV Weinsberg - ESV Lok Pirna
Spiel 19: SG DJK Rimpar - EHV Aue
Spiel 20: TVG Großsachsen - TV Hochdorf
Spiel 21: TV Groß-Umstadt - SG BBM Bietigheim
Spiel 22: HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II - ThSV Eisenach
Spiel 23: TV 05/07 Hüttenberg - TSG Ludwigshafen-Friesenheim
Spiel 24: SG Leutershausen - Bergischer HC
Spiel 25: TuS Fürstenfeldbruck - TV Bittenfeld 1898
Spiel 26: HF Merzig/Brotdorf - HC Erlangen

Freilos: TuS Ferndorf


Die weiteren Spieltermine des DHB-Pokals 2012/13:

26. September (2. Runde)
24. Oktober (3. Runde)
12. Dezember (Achtelfinale)
06. Februar 2013 (Viertelfinale)
13./14. April 2013 (Lufthansa Final 4)

*kaum ist Bad Blankenburg nicht dabei und siehe da... da hat Ferndorf ein Freilos !!! Ist das nicht seltsam...??? :-)
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