Neuzugang in Dresden
#2
Rudow vor seinem letzten Spiel
VON STEFFEN BRACHERT, 13.01.12, 19:27h, aktualisiert 13.01.12, 21:47h

DESSAU-ROSSLAU/MZ. Regisseur Matthias Rudow wird am Sonntag sein letztes Spiel für den Dessau-Roßlauer HV machen. Das bestätigte Marko Rösike, der Sportliche Leiter des Handball-Drittligisten, der MZ. "Wir haben dem Wunsch des Spielers entsprochen und einen Auflösungsvertrag zum 15. Januar unterzeichnet", erklärte Rösike. Das Duell zwischen dem Dessau-Roßlauer HV und LVB Leipzig, das am Sonntag, 17 Uhr, in der Anhalt-Arena angepfiffen wird, wird somit Rudows Abschiedsspiel. "Rudi hat sich das gewünscht."
Rudow wird zum HC Elbflorenz Dresden wechseln, der in der Mitteldeutschen Oberliga um den Aufstieg kämpft. Dort steht die von dem ehemaligen DDR-Nationalspieler Holger Winselmann trainierte Mannschaft mit 25:3 Punkten auf dem zweiten Platz. Der Aufstieg wird in einem Dreikampf entschieden: Spitzenreiter ist der HSV Bad Blankenburg mit 25:1 Punkten. Auf dem dritten Platz folgt die HG 85 Köthen mit 21:5 Punkten.

"Sportlich ist der Wechsel definitiv ein riesiger Verlust", sagte Rösike. Doch nach dem verpatzten Projekt Wiederaufstieg zählen beim Dessau-Roßlauer HV vor allem wirtschaftliche Prämissen. Im Dezember hatte Präsident Thomas Zänger es allen Spielern frei gestellt, den Verein zu wechseln. Rudow ist nun der erste Akteur, der dieses Angebot nutzt. Ersatz für ihn wird es nicht geben. Der Verein ist zum Sparen gezwungen.

"Dresden hat ihm einen richtig guten Arbeitsplatz geboten", sagte Rösike. "Der Wechsel ist eine traurige Sache. Doch Rudi ist 27 Jahre alt. Da muss man als Sportler auch an die berufliche Perspektive denken", zeigte auch Georgi Swiridenko Verständnis für den Schritt seines Spielmachers. Doch der Trainer stellte auch klar: "Es wird verdammt schwer ohne ihn."

Das hat schon die Hinrunde gezeigt. Rudow fehlte dort wochenlang, ohne dass sein Ausfall kompensiert werden konnte. Wer weiß, wie die Situation in der Tabelle mit ihm gewesen wäre.

Swiridenko steht nun vor der schwierigen Aufgabe, Rudow einen ordentlichen Abschied zu ermöglich, gleichzeitig aber auch den Rückrundenauftakt gegen den ehrgeizigen Aufsteiger aus Leipzig erfolgreich zu gestalten. "Es gilt, die richtige Balance zu finden. Ich mache seinen Einsatz vom Spielverlauf abhängig."

In der Woche hat das Team schon den Ernstfall ohne Rudow trainiert. "Das sah so schlecht nicht aus", gab Swiridenko zu. "Doch das war Training. Entscheidend wird sein, wie wir das unter Druck im Punktspiel umsetzen." Da wartet nächste Woche Aue. Ohne Rudow.

MZ Web
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