Neuzugang in Dresden
#1
Rudow mit letztem Spiel für den DHRV

Einen überraschenden Abgang muss der Dessau-Roßlauer HV hinnehmen, Regisseur Matthias Rudow wird den Verein verlassen und zum HC Elbflorenz Dresden in die Oberliga wechseln. Dresden kämpft um den Aufstieg in die Dritte Liga, aktuell hat das Team von Holger Winselmann 25:3 Punkte und hat damit zwei Minuszähler mehr als Spitzenreiter Bad Blankenburg.

"Wir haben dem Wunsch des Spielers entsprochen und einen Auflösungsvertrag zum 15. Januar unterzeichnet", erklärte Marko Rösicke, Sportlicher Leiter des DHRV, gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung. Der sportliche Verlust sei enorm, aber nach dem verpatzten "Projekt Wiederaufstieg" würde der Verein auf Einsparungen setzen, daher sei bereits im Dezember jedem Spieler die Freigabe für einen eventuellen Wechsel signalisiert worden. Dresden hat ihm einen richtig guten Arbeitsplatz geboten", sagte Rösike und auch Trainer Georgi Sviridenko zeigte Verständnis für die Entscheidung des Spielers, der nun am Sonntag um 17 Uhr gegen Leipzig seine Abschiedsvorstellung geben wird.

Quelle: http://www.handball-world.com
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#2
Rudow vor seinem letzten Spiel
VON STEFFEN BRACHERT, 13.01.12, 19:27h, aktualisiert 13.01.12, 21:47h

DESSAU-ROSSLAU/MZ. Regisseur Matthias Rudow wird am Sonntag sein letztes Spiel für den Dessau-Roßlauer HV machen. Das bestätigte Marko Rösike, der Sportliche Leiter des Handball-Drittligisten, der MZ. "Wir haben dem Wunsch des Spielers entsprochen und einen Auflösungsvertrag zum 15. Januar unterzeichnet", erklärte Rösike. Das Duell zwischen dem Dessau-Roßlauer HV und LVB Leipzig, das am Sonntag, 17 Uhr, in der Anhalt-Arena angepfiffen wird, wird somit Rudows Abschiedsspiel. "Rudi hat sich das gewünscht."
Rudow wird zum HC Elbflorenz Dresden wechseln, der in der Mitteldeutschen Oberliga um den Aufstieg kämpft. Dort steht die von dem ehemaligen DDR-Nationalspieler Holger Winselmann trainierte Mannschaft mit 25:3 Punkten auf dem zweiten Platz. Der Aufstieg wird in einem Dreikampf entschieden: Spitzenreiter ist der HSV Bad Blankenburg mit 25:1 Punkten. Auf dem dritten Platz folgt die HG 85 Köthen mit 21:5 Punkten.

"Sportlich ist der Wechsel definitiv ein riesiger Verlust", sagte Rösike. Doch nach dem verpatzten Projekt Wiederaufstieg zählen beim Dessau-Roßlauer HV vor allem wirtschaftliche Prämissen. Im Dezember hatte Präsident Thomas Zänger es allen Spielern frei gestellt, den Verein zu wechseln. Rudow ist nun der erste Akteur, der dieses Angebot nutzt. Ersatz für ihn wird es nicht geben. Der Verein ist zum Sparen gezwungen.

"Dresden hat ihm einen richtig guten Arbeitsplatz geboten", sagte Rösike. "Der Wechsel ist eine traurige Sache. Doch Rudi ist 27 Jahre alt. Da muss man als Sportler auch an die berufliche Perspektive denken", zeigte auch Georgi Swiridenko Verständnis für den Schritt seines Spielmachers. Doch der Trainer stellte auch klar: "Es wird verdammt schwer ohne ihn."

Das hat schon die Hinrunde gezeigt. Rudow fehlte dort wochenlang, ohne dass sein Ausfall kompensiert werden konnte. Wer weiß, wie die Situation in der Tabelle mit ihm gewesen wäre.

Swiridenko steht nun vor der schwierigen Aufgabe, Rudow einen ordentlichen Abschied zu ermöglich, gleichzeitig aber auch den Rückrundenauftakt gegen den ehrgeizigen Aufsteiger aus Leipzig erfolgreich zu gestalten. "Es gilt, die richtige Balance zu finden. Ich mache seinen Einsatz vom Spielverlauf abhängig."

In der Woche hat das Team schon den Ernstfall ohne Rudow trainiert. "Das sah so schlecht nicht aus", gab Swiridenko zu. "Doch das war Training. Entscheidend wird sein, wie wir das unter Druck im Punktspiel umsetzen." Da wartet nächste Woche Aue. Ohne Rudow.

MZ Web
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#3
Vier Tore zum Abschied

DESSAU-ROSSLAU/MZ. Was in Erinnerung bleibt? Matthias Rudow musste nicht lange überlegen. "Es waren zweieinhalb schöne Jahre hier", sagte der Spielmacher des Dessau-Roßlauer HV. Mit Höhen und Tiefen. "Es ist nicht ganz einfach, jetzt zu gehen." Doch die Entscheidung ist Anfang des neuen Jahres gefallen. "Der Familienrat", schmunzelte Rudow, "hat getagt."

Rudow wechselt in der kommenden Woche in die Mitteldeutsche Oberliga zum HC Elbflorenz Dresden. Zum Abschied steuerte der 27-Jährige am Sonntag vier Tore beim schwer erkämpften 24:22-Sieg über Aufsteiger LVB Leipzig bei. Den 980 Zuschauern war spätestens zum Abpfiff klar: Ohne Rudow und ohne den langzeitverletzten Ladislav Brykner wird das eine ganz schwierige Rückrunde. (...)

Quelle MZ Web (Auszug)
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#4
HC Elbflorenz verpflichtet Matthias Rudow

Der HC Elbflorenz verpflichtet mit sofortiger Wirkung Aufbauspieler Matthias Rudow vom Drittligisten und Traditionsverein Dessau Roßlauer HV und regagiert somit auch ein stückweit auf die Verletzung von Mannschaftskapitän Mario Scholz.
Das ein Spieler mit der Qualität eines Matthias Rudow während der Winterpause von einem ambitionierten Drittligisten zu einem Viertligisten wechselt, ist sicher eine kleine Sensation. Matthias Rudow verfügt über die Erfahrung von vier Spielzeiten in der 2. Bundesliga, wobei er erst für die Youngsters des SC Magedeburg, dann für den SV Anhalt-Bernburg und bis vergangenen Sonntag zweieinhalb Jahre für den Dessau Roßlauer HV auf Torejagd ging.
Dabei entwicklete sich der 26-jährige Aufbauspieler vor allem in Dessau zu einer unverzichtbaren Stammkraft und von den Fans gemochten Spielerpersönlichkeit. Insgesamt erzielte der von den Dessauer Anhängern nur „Rudi“ genannte Aufbauspieler in seiner Zweitligazeit in Dessau 347 Treffer in zwei Spielzeiten. Bei den Beavers hielt der Rechtshänder oft als Spielmacher die Fäden des DRHV Spiels in seiner Hand. Er überzeugte immer wieder durch eine Kombination aus Spielmacherwitz und eigener Torgefährlichkeit. Nach dem Abstieg in die 3. Liga hielt „Rudi“ Dessau die Treue und ging das Projekt sofortiger Wiederaufstieg an. Dieses Projekt geriet jedoch schon relativ schnell ins stocken. Nun gehen Matthias Rudow und die DHRV getrennte Wege. Bis zum Schluss gab er alles für seinen alten Verein. Bei seinem letzten Einsatz (Heimspielsieg gegen den LVB Leipzig) erzielte der Aufbauspieler noch einmal 4 Treffer.
Der Weg führt den gebürtigen Wittenberger nun in die sächsische Landeshaupstadt. Die Verantwortlichen glauben, dass Matthias gut in das Dresdner Konzept passt und die Mannschaft weiter in ihrer Qualität anhebt. Matthias steht voll im Training- und Wettkampfrythmus und wird somit kaum Probleme haben bei den Dresdnern einzusteigen. Für die Verantwortlichen des HC war es wichtig, dass ein Spieler die Mannschaft verstärkt, der sich sprachlich wie charakterlich schnell in die Mannschaft integrieren lässt. Um so mehr freut man sich im Verein, mit Mathias Rudow einen deutschen Spieler in den besten Handballjahren sowie höherklassiger Erfahrung verpflichtet zu haben.

Der HC Elbflorenz setzt mit der Verpflichtung auch ein überregionales Ausrufezeichen für den Handballstandort Dresden. In diesem Sinne: Willkommen Matthias, in einer der schönsten Städte Deutschlands. Mögest du lange und erfolgreich bei uns bleiben!

 HP HC Elbflorenz 2006
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#5

Koste es, was es wolle

VON STEFFEN BRACHERT UND MARCUS BRÄUER, 17.01.12, 20:29h, aktualisiert 17.01.12, 21:27h

DESSAU-ROSSLAU/MZ. Was in Erinnerung bleibt? Matthias Rudow musste nicht lange überlegen. "Es waren zweieinhalb schöne Jahre hier", sagte der Spielmacher des Dessau-Roßlauer HV. Mit Höhen und Tiefen. "Es ist nicht ganz einfach, jetzt zu gehen." Doch die Entscheidung ist Anfang des neuen Jahres gefallen. "Der Familienrat", schmunzelte Rudow, "hat getagt."

Rudow wechselt in der kommenden Woche in die Mitteldeutsche Oberliga zum HC Elbflorenz Dresden. Zum Abschied steuerte der 27-Jährige am Sonntag vier Tore beim schwer erkämpften 24:22-Sieg über Aufsteiger LVB Leipzig bei. "Wir haben dem Wunsch des Spielers entsprochen und einen Auflösungsvertrag zum 15. Januar unterzeichnet", erklärte der Sportliche Leiter Marko Rösike.

Auerbach lässt das kalt

Rudow soll den HC Elbflorenz Dresden helfen, den Aufstieg aus der Mitteldeutschen Oberliga in die 3. Liga zu bewerkstelligen. Derzeit stehen die Sachsen mit zwei Minuspunkten hinter Bad Blankenburg auf Platz zwei. Eine Niederlage hinter den Dresdnern rechnet sich die HG 85 Köthen auch noch etwas aus, am Saisonende der lachende Dritte zu sein. Die prominente Verpflichtung des Konkurrenten lässt HG-Präsident Andreas Auerbach aber kalt. "Ich kenne Rudow wenig und weiß nicht, ob er ins Spielsystem des HC passt", sagt er. Die Verpflichtung zeige aber, "dass Dresden, koste es was es wolle, aufsteigen will." Auerbach selbst hat sich bisher nur flüchtig nach neuen Spielern umgesehen. Er ist zufrieden mit dem derzeitigen Kader. "Wir spielen dieses Spiel nicht mit", sagt er trotzig, "wenn bei uns alle da sind, mache ich mir keine Sorgen, dass wir gegen Dresden und auch Bad Blankenburg bestehen können."

Beim DRHV trauert man Rudow indes nach. "Sportlich ist der Wechsel definitiv ein riesiger Verlust", so Rösike. Doch nach dem verpatzten Projekt Wiederaufstieg zählen beim Dessau-Roßlauer HV vor allem wirtschaftliche Prämissen. Im Dezember hatte Präsident Thomas Zänger es allen Spielern frei gestellt, den Verein zu wechseln. Rudow ist nun der erste Akteur, der dieses Angebot nutzt. Ersatz für ihn wird es nicht geben. Der Verein ist zum Sparen gezwungen.

"Dresden hat ihm einen richtig guten Arbeitsplatz geboten", sagt Rösike. "Der Wechsel ist eine traurige Sache. Doch Rudi ist 27 Jahre alt. Da muss man als Sportler auch an die berufliche Perspektive denken", zeigt auch DRHV-Trainer Georgi Swiridenko Verständnis für den Schritt seines Spielmachers. Doch der Trainer stellte auch klar: "Es wird verdammt schwer ohne ihn."Das hat schon die Hinrunde gezeigt. Rudow fehlte dort wochenlang, ohne dass sein Ausfall kompensiert werden konnte.

Robert Lux kein Thema mehr

Ende des letzten Jahres hatte sich auch Auerbach die Spieler des DRHV angesehen. Viele Spieler wären nicht für ihn in Frage gekommen. Doch Rückraumspieler Robert Lux war einer von ihnen. "Er war ein Thema", sagt Auerbach, "das hätten wir gemacht, wenn wir keinen Ausländer geholt hätten." Doch dann holte Auerbach den 19-jährigen Letten Nauris Auzins in die Bachstadt. Auzins unterschrieb für eineinhalb Jahre. "Lux hätte wahrscheinlich auch gar nicht zu unserer schnellen Spielweise gepasst", glaubt Auerbach. Und die HG hat zudem Geld gespart.

Dass sich durch die verstärkten Dresdner das Kräfteverhältnis in der Mitteldeutschen Oberliga ändert, glaubt Auerbach nicht. "Für mich ist nach wie vor Bad Blankenburg der Favorit." Seine Mannschaft sieht er in einer Lauerstellung. Dresden könnte man mit einem deutlichen Sieg aus eigener Kraft abfangen. Bei Bad Blankenburg ist man auf die Mithilfe der Konkurrenz angewiesen.

Um die Ecke gedacht könnte man auch sagen: Durch die Rudow-Verpflichtung wachsen Dresdens Chancen, Bad Blankenburg zu schlagen und somit Köthen die nötige Schützenhilfe zu geben. Aber so denkt wohl nicht einmal Andreas Auerbach. Die erste Voraussetzung für diese Rechnung ist, dass die HG jedes Rückrundenspiel gewinnt. Das wiederum traut Auerbach seiner Mannschaft allemal zu. Auch ohne Verstärkung à la Rudow.

http://www.mz-web.de
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#6
Man fragt sich, wie Herr Auerbach ohne etwas näheres über den Vorgang und den Hintergrund des Wechsels von Matthias Rudow zu wissen, zu solchen Aussagen kommt. Die gleiche Person, "die das Spiel nicht mitmachen will", hat während dieser laufenden Saison bisher 3 Spieler verpflichtet (Zweitspielrecht hin oder her). Wie passt das denn zusammen. Nirgendwo habe ich gelesen, dass das andere Vereine kommentiert haben. Warum auch? Übrigens, "wenn man einen Spieler wenig kennt" und "nicht weiß ob er in ein Spielsystem" einer anderen Mannschaft "passt", welche man eben so wenig gut kennt, wäre es doch besser man hätte nichts gesagt.
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