Umfrage: Welchen Platz belegt der HSV Glauchau nach der Saison 2012/2013?
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HSV Glauchau
#21
oder der HSV Glauchau ist der SC Freiburg der MHV Liga.Und der Vergleich ist dann schon wieder sympathischSmile
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#22
(27.04.2013, 09:29)adlerauge schrieb: Bei allem Respekt für die geleistete Arbeit,aber der Vergleich mit dem FC Bayern scheint mir aber ein bisschen weit hergeholt.

Stümmt, sind halt die Schreiberlinge von der Presse Cool

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#23
Wenn man die Gelegenheit hat, dann sollte man sie beim Schopfe packen, so ein deutsches Sprichwort. Da sage ich schon einmal vorab Danke Luděk und David Kylisek für das folgende Interview.

Frage Maik:
Wie seit ihr beide zum Handballsport gekommen?

Luděk: Handball begann ich mit 9 Jahren zu spielen und ich habe keine Vorbilder.

David: Handball begann ich mit 5 Jahren zu spielen ein großes Vorbild habe auch ich nicht.

Frage Maik:
Wenn ich mich richtig entsinnen kann, hast Du, David vor einigen Jahren bereits ein Probetraining beim HSV Glauchau absolviert. Weit vor Deiner ersten Spielzeit 2009/10 beim HSV Glauchau, was war passiert:

David: Das ist richtig. Zu dieser Zeit konnte ich noch gar nicht wechseln, da unser Verband in Tschechien einen Wechsel erst ab den vollendeten 23 Jahr zu lässt. Außerdem gab es in der folge Zeit im Team des HSV Glauchau ein paar Veränderungen. Das Betrifft den Trainern sowie den Abgängen und Neuverpflichtungen von Spieler, dass aber gehört zum Sport.

Frage Maik:
Für Luděk ist es die 1. Saison in Glauchau für David die 4. ist es die erfolgreichste bisher?

David: Meiner Meinung nach bis jetzt ja. Den höheren Wettbewerb zu spielen und sich auf den vorderen Plätzen zu bewegen hat niemand erwartet. Noch dazu das Pokalfinale. Hinter dem Erfolg steht die Arbeit der ganzen Mannschaft und Hut ab auch vor unseren Fans.

Luděk: Für mich ist es ein Erfolg, die erste Saison in neuem Team als Neuling und gleich an der Spitze zu spielen. Hut ab vor der Leistung der ganzen Mannschaft und der Fans, die uns immer zu den besten Leistungen motivierten.

Frage Maik:
Es ist nur noch ein Spiel in der Meisterschaft und das Pokalspiel einen Tag später zu absolvieren. Nach dem unerwarteten frühzeitigen Klassenerhalt in der Oberliga Mitteldeutschland habt ihr nun den 3. Platz gesichert?

Luděk: Ja, der 3. Platz fantastisch, sensationell. Die ganze Mannschaft will mit den Fans zusammen im letzten Meisterschaft Spiel diesen Erfolg auskosten.

David: Der 3. Platz ist bisher der größte Erfolg für ganzes Team. Ich bin stolz auf die Mannschaft, Vorstand und Fans.

Maik:
Da wäre noch der 5. Mai 2013 Ort Döbeln Sachsen Pokal Finale gegen die Grubenlampe aus Zwickau. Wie bekannt spielen viele ehemalige Spieler vom HSV Glauchau in Zwickau wie der Sohn vom Olympiasieger Dietmar Schmidt - Silvio Schmidt, Lars Linder, "Heide" Thomas Heidrich und natürlich Trainer Carsten Kusch. Eure Meinung zum Endspiel, wobei ich einmal die Prognose stelle, dass der HSV Glauchau klarer Favorit ist.

Luděk: Ja, wir sind Favoriten und es wäre eine schön diese Saison mit dem Gewinn des Pokals zu beenden.

David: Ja, wir sind Favoriten, weil wir höheren Wettbewerb spielen und sind dort auf dem 3. Platz. Aber die Grubenlampe darf man nicht unterschätzen. Auch sie haben ein tolles Team. Also erst nach dem letzten Pfiff wird sich zeigen ob wir es geschafft haben.

Frage Maik:
Ihr beide werdet sicherlich auch untereinander über Eure Leistungen in der Mannschaft diskutieren. Fühlt sich Ludek manchmal durch eine noch bessere Leistung von David benachteiligt?

Luděk: Nach meiner Ansicht nein. Es freut mich, in Team zu spielen, wo mein Bruder und Cousin spielt. Hauptsächlich weiß ich, dass mein Bruder für das Team eine unentbehrliche Stütze ist. Er ist ein ausgezeichneter Spieler und während des Spieles hat er eine riesige Übersicht.

David: Ich glaube nein. Es freut mich, zusammen mit ihm in einem Team zu sein. Ich bin froh, dass es ihm gelingt meistens eine sehr gute Leistung abzurufen, weil ich weiß, dass er ein ausgezeichneter Tormann ist und stellt eine große Stütze für unser Team da.

Frage Maik:
Wie wir wissen bildet ihr eine Fahrgemeinschaft, wie gestaltet sich eine Handball Woche bei jeden einzelnen.

Luděk: Unter der Woche gehe ich zur Arbeit und stehe um 5 Uhr am Morgen auf. Dann fahre ich während der Woche noch zum Training nach Glauchau, aus dem ich um Mitternacht zurückkehre. Oftmals ist es sehr anstrengend.

David: Bei mir ist es ähnlich. Ich muss auch Früh um 05:00 Uhr raus und wenn Training ansteht kommen wir erst um Mitternacht nach Hause. Meine Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und meinen Kindern.

Frage Maik:
Immerhin ist es die 4. Saison von David in Glauchau. Wie beurteilt ihr beide den HSV Glauchau als Verein?

Luděk: Glauchau ist ein gutes Team und es passt alles. Vorstand, Mannschaft Fans.

David: Glauchau ist ein gutes Team mit einer guten Führung, die immer Grundlage eines Erfolgs ist.

Frage Maik:
Was sagt ihr zum Glauchauer Publikum? Bekommt ihr im Match auch mit, was sich auf den Tribünen abspielt, ob das Publikum gut drauf ist, oder seit ihr auf das Spiel fixiert?

Luděk: Ja, ich wahrnehme, was sich auf den Tribünen abspielt. Unsere Fans sind sehr gut und ich halte sie für den 7. Spieler im Feld. Hiermit möchte ich ihnen danken und ich glaube, dass wir mit ihnen auch das Pokalfinale gewinnen.

David: Natürlich wahrnehme ich, was auf den Tribünen passiert. Unsere Fans sind sehr gut und auch Dank ihnen sind wir erfolgreich. Ich möchte mich bei ihnen für ihre Gunst sehr bedanken. Sie fahren mit uns fast überall und sind für uns immer Stütze und Treibmotor. Noch einmal vielen Dank

Maik:
Ich sage Danke für das Gespräch. Euch beiden alles Gute und viel Glück mit Euren Familien sowie einen erfolgreichen Abschluss und hoffentlich einem Sieg im Sachsen Pokal. Das Interview führt Maik Bedziecha aus Glauchau/Chemnitz für den HSV Glauchau und dem HSV Glauchau Forum.


Steckbrief:
Ludek:

Name: Luděk
Vorname: Kylíšek
Geburtsdatum: 14.4.1983
Geburtsort: Teplice
Position: Torhüter
Größe: 194
Familienstand: verheiratet
Kinder: 2

sportliche Vorbilder: Keine
Lieblingsessen: Sushi
Lieblingsgetränk: Bier



Foto Archiv: Andreas Kretschel

Steckbrief:
David:

Name: David
Vorname: Kylíšek
Geburtsdatum: 5.2.1985
Geburtsort: Litoměřice
Position: Alle
Größe: 186
Familienstand: verheiratet
Kinder: 2
Hobbys außer Handball: Allgemein Sport
sportliche Vorbilder: Keine:
Lieblingsessen: Pizza, Steak und tschechisches Essen
Lieblingsgetränk: Pivo ;-)
Lebensmotto:

Foto Archiv: Andreas Kretschel
[Bild: 2816dj.jpg]
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#24
Glauchauer Cleverness setzt sich beim 27:21 (15:10)-Sieg über Zwickau durch

Bei den Männern wurde die tolle Stimmung vom Spiel der Frauen aufgenommen. Standesgemäß für den höherklassigen Viertligisten zeigten die HSV-Männer dem Zwickauer HC Grubenlampe, dass zwischen ihnen und den Sachsenligisten eine Nuance mehr Kaltschnäuzigkeit besteht. Die Glauchauer waren nicht unbedingt die spieltechnisch beschlagenere Sieben, sondern hatten eben die größeren Individualisten in ihren Reihen. Die Kyliseks und Toman machten den kleinen Unterschied. Dabei hatten die Zwickauer in der Anfangsphase sogar die Hände zeitweilig am Pott. Sie gestalteten die ersten zehn Minuten völlig ausgeglichen. Nach acht Minuten lagen sie sogar mit 4:3 vorn. Der erste Bruch in ihrem Spiel mit Rot für Oliver Meyer schon in der vierten Minute hatte noch keine Folgen. Nach dem fünften ZHC-Treffer kam der etwas später. Mit sechs Toren in Folge drehten die Muldenstädter die Partie. Fortan rannten die Trabantstädter immer dem mehr oder weniger großen Rückstand hinterher. Das heizte immer wieder die Stimmung auf den Rängen an. Doch wenn die Sachsenligisten aufschlossen, legte das Viertligateam nach und baute die Führung wieder leicht aus. Vier Tore Differenz waren dann in der zweiten Hälfte der minimale Ab stand, den die Zwickauer erreichten oder den die Männer aus Glauchau zuließen. Für die Fans und die Trainer war es dennoch eine umkämpfte und spannende Partie. Zwickaus Carsten Kusch war auch nicht enttäuscht über den Spielausgang: „Über weite Strecken war ich zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben uns hier ordentlich präsentiert. Glauchau gewann durch die besseren individuellen Spieler. 27 Gegentore gegen einen Viertligisten, das geht in Ordnung. Immerhin haben wir auch viel verworfen und dazu einige technische Fehler zuviel gemacht. Nun haben wir drei Wochen frei, dann werden weitere Entscheidungen für die neue Saison in Ruhe gemacht. So mache ich mir jetzt noch keine Gedanken zur kommenden Serie.“ Ähnlich wie Delor bei den Frauen, war Glauchaus Trainer Thomas Schneider bestens gelaunt: „Das heute war die Krönung einer geilen Saison. Gestern haben wir den dritten Platz in der Oberliga bestätigt, konnten aber die Medaillen noch nicht feiern, da wir heute noch den Pokal holen wollten. Den haben wir uns heute red lich verdient. Gestern wollten wir unbedingt gewinnen, um
nicht in den Abstiegkampf einzugreifen. Jetzt haben wir den Pott und können endlich feiern. Jetzt ist erst einmal Pause, dann geht es im Juni weiter. Dieses vorerst letzte Endspiel war für uns noch einmal eine neue Herausforderung. Nun freuen wir uns schon auf die neue Serie.“ Mit all den tollen Rahmenbedingungen, den spannenden Spielen und den feiernden Siegern und auch Unterlegenen waren auch die Verantwortlichen sehr zufrieden. HVS-Präsident Uwe Vetterlein, Pokalwart Helmut Hertel und Wolfgang Schmerler brachten das auch bei den Siegerehrungen zum Ausdruck. Nun beginnt eine neue Ära im Sachsen-Molten-Pokal ohne die überregional spielenden Teams. Damit der Pokal-Wettbewerb zum Kampf der Teams bis zur Sachsenliga. Damit erhöhen sich auch wieder die Chancen für die Fünft- und Sechst-Ligateams und der Pokalfinalisten darunter.

Glauchau spielte mit:
Schöneboom, L. Kylisek; Schubert, Elschker (3), Feig (6), Toman (8/3), Schmidt (3), Bruna, Jentsch, D. Kylisek (7), Heinrich. Pechmann und Pflug
Zwickau spielte mit: Olzmann, Inamoto; D. Koska (3), Zänsler (2), Hätterich (3/1), T. Koska, Bauer, Schramm (3), Heidrich (3), Steudemann (3/1), Rehnert, Meyer (3), Lindner und Schmidt (1)

HVS SAchsen
Eberhard Neumann
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#25
Interview mit Thomas Schneider.

Thomas war Trainer beim HSV Glauchau in den Spielzeiten 2010/11, 2011/12 und 2012/13. Am 5. Mai 2013 beendete er sein Trainerarrangement beim HSV Glauchau mit dem Gewinn der Bronzemedaille in der Oberliga Mitteldeutschland und den Gewinn des Sachsen Pokals. Berufliche und familiäre Gründe waren ausschlaggebend für das Ende einer überaus erfolgreichen Zeit beim HSV Glauchau. Er gewann in seiner ersten Amtzeit mit dem HSV Glauchau die Bronzemedaille in der Meisterschaft. Ein Jahr später wurde er mit dem HSV Meister in der Sachsenliga und stieg in die Oberliga Mitteldeutschland auf. In dieser Spielzeit errang er mit der Mannschaft als Aufsteiger einen sensationellen 3. Platz und konnte erneut eine Medaille sein eigen nennen. Gekrönt wurde das ganze durch den Gewinn des Sachsen Pokals eben am 5. Mai in der Stadthalle in Döbeln.


[Bild: a592k2.jpg]
Foto Archiv: Andreas Kretschel

Frage Maik:
Thomas einfach nur Gratulation und Glückwunsch. Wenn man das ließt, dann geht es doch runter wie Öl oder?


Antwort: Thomas Schneider:
Zuerst muss ich der Vereinsführung Danke sagen, für diesen Kader den ich zur Verfügung hatte. Klar macht mich das Stolz Ich kann nur sagen: “Ich bereue keine Minute die ich mit dieser Mannschaft verbringen durfte“


Frage Maik:
Du kamst 2010 zum HSV Glauchau. Was war die Zielstellung, was war Deine eigene Zielsetzung was die Mannschaft betrifft.

Antwort: Thomas Schneider:
Den Weg des HSV Glauchau, Tempohandball zu jeder Zeit, wollte ich mitgehen...


Frage Maik:
Wie hast Du zum damaligen Zeitpunkt den Zustand der Mannschaft empfunden. Schließlich beendete die Mannschaft gerade die Saison mit einem 4. Platz hinter der DHfK aus Leipzig, Elbflorenz, HSG Freiberg und dem LHV aus Hoyerswerda.


Antwort: Thomas Schneider:
Mir wurde beim ersten Training schon bewusst was das für ein homogenes Team ist. Selbst Fußball wird in Glauchau mit vollem Tempo gespielt...


Frage Maik:
In Deinem ersten Jahr als Trainer konntet ihr einen 3. Platz hinter Hoyerswerda und Plauen erreichen. Letztendlich habt ihr damit den Aufstieg in die Oberliga Mitteldeutschland knapp verpasst. War der 3. Platz eine Enttäuschung oder eher ein Erfolg?


Antwort: Thomas Schneider:
Ich denke so wie die Saison lief war der 3. Platz ein Erfolg, Wir haben in der Rückrunde gegen die beiden Teams die am Ende vor uns standen in eigener Halle gewonnen. Beide Spiele waren schon Handballfeste. Grossen Anteil hatten die Fans! und spätestens da verspürten wir alle schon die Lust auf mehr...


Frage Maik:
Ein Jahr später der souveräne Titel und damit Meister in der Sachsenliga und endlich der Aufstieg in die Oberliga Mitteldeutschland. Wie würdest Du diese Saison kurz zusammen fassen?


Antwort: Thomas Schneider:
Die Vorbereitungsphase war Top, alle waren heiß und dann haben wir erstmal richtig auf die Fresse bekommen. Dann wussten wir es gibt jetzt eine dreiviertel Saison nur noch Endspiele, wie es am Ende ausging war toll :-)


Frage Maik:
Dann die Saison 2012/13 eine Klasse höher in der Oberliga Mitteldeutschland. Was war Deine persönliche Zielsetzung. Konnte die Mannschaft in der Oberliga mit dem Kader bestehen?


Antwort: Thomas Schneider:
Unser Ziel war am Ende auf einen Nichtabstiegsplatz zu stehen!


Frage Maik:
Nach dem ersten Spiel warst Du noch angespannt. Eine Niederlage gegen den dann souveränen Meister aus Blankenburg konnte man einplanen. Dann folgte das erste Auswärtsspiel in Halle, was verloren gegangen wurde, da warst Du meiner Meinung sehr angefressen. Ich glaube diese Niederlage wurmt Dich heute noch, oder?


Antwort: Thomas Schneider:
Nicht nur ich auch die ganze Mannschaft hat sich darüber sehr geärgert. Besonders schlimm sind halt diese Niederlagen wo man das Gefühl hat, eigentlich waren wir das bessere Team“


Frage Maik:
Eine Woche später konnte dann gegen zu Hause gegen die Mannschaft aus Hermsdorf der berühmte Bock umgestoßen werden, man gewann was eine Woche später mit dem ersten Auswärtssieg in Apolda noch untermauert wurde. Man war in der Oberliga angekommen, oder?


Antwort: Thomas Schneider:
Diese beiden Siege waren zu diesem Zeitpunkt extrem wichtig um nicht gleich dazustehen wo keiner stehen möchte...am Tabellenende.


Frage Maik:
In den nächsten drei Spielen ging es eher noch hoch und runter man verlor in Freiberg, wobei ich denke, dass das Spiel nach den verletzungsbedingten Ausfällen der Kylisek Brüder einen Knacks bekam. Zu Hause gewann man das schwere Heimspiel im Derby gegen Ziegelheim knapp und am 7. Spieltag hat der HSV Glauchau in Hoyerswerda wohl die schlechteste Leistung abgeliefert was demzufolge eine weitere Niederlage einbrachte, aber man belegte noch einen ordentliche 9. Rang mit 6:8 Punkten. Du warst natürlich überhaupt nicht zu frieden, da Du wohl der Meinung bist in Freiberg und Hoyerswerda gewinnen zu wollen, oder? Gab es nach der Niederlage in Hoyerswerda Maßnahmen?


Antwort: Thomas Schneider:
Das ist ja der Reiz an den Derbys, die will keiner verlieren! Aber es nützte ja nichts, passiert ist passiert... Im Gespräch mit der Mannschaft kamen wir zu der Erkenntnis, dass wir uns in Zukunft etwas weniger mit dem Gegner beschäftigen wollen, wir wollen zuerst wieder unsere eigenen Stärken wieder zur Geltung bringen, mit denen wir den schweren Aufstieg in die MDOL geschafft haben.


Frage Maik:
Ab den 8. Spieltag begann der Siegeszug in der Oberliga Mitteldeutschland, welcher sich bis zum 26. Spieltag fortsetzte. Am Ende sprang ein sensationeller 3. Platz, die Bronze Medaille heraus. Hast Du persönlich damit gerechnet? Wann hast Du selbst an eine Medaille geglaubt? Wie und wo würdest Du den positiven Knackpunkt dieser Siegesserie sehen?


Antwort: Thomas Schneider:
Nach dem Heimsieg gegen Staßfurt habe ich dran geglaubt...
Knackpunkte waren, der Auswärtssieg gegen Köthen und auch das Unentschieden in Staßfurt, welches mit (Entschuldigung an alle beteiligten Spieler) einer Rumpftruppe erreicht wurde.


Frage Maik:
Neben der Meisterschaft in der Oberliga Mitteldeutschland nahm der HSV Glauchau auch an den Sachsenpokal teil. Wie bekannt wurde dieser gewonnen. Kann man das auf den einfachen Nenner bringen, wenn Du gegen die SV Oberlosa gewinnst, wirst Du Sachsenpokalsieger? Frage in Anlehnung dass ihr ja die ersten beiden Jahre gegen eben die Truppe vom ehemaligen HSV Glauchau Trainer Jörg Grüner aus Oberlosa ausgeschieden seid.

Antwort: Thomas Schneider:
Wer im Halbfinale steht, will dann auch ins Finale und wer dann im Finale steht, der will dann auch Pokalsieger sein! Das war unsere Devise...


Frage Maik:
Du hast bereits Deinen Rücktritt vor Beendigung der Meisterschaft und des Pokal Finale bekannt gegeben. Was sind die Gründe?


Antwort: Thomas Schneider:
Berufliche Veränderungen! Das ist der einzige Grund gewesen die Trainertätigkeit in Glauchau zu beenden und mir darf geglaubt werden, dass dieser Schritt mir sehr schwer gefallen ist!


Frage Maik:
Wie hat die Mannschaft und wie hat der Verein darauf reagiert?


Antwort: Thomas Schneider:
Ich hoffe es hat sich keiner gefreut...
Nein, der Haupttenor war: “Job geht vor, aber wir ziehen das zusammen bis zum Schluss durch“!


Frage Maik:
Ich weiß nicht so recht, man hat den Eindruck, dass der Verein bzw. der Vorstand Deine Entscheidung nicht so richtig akzeptieren kann. Verwunderlich dass die Entscheidung, dass Du den HSV Glauchau verlässt vom HSV Glauchau als letzter bekannt gegeben wurde. Auch bin ich der Meinung dass Deine Leistung mit dem 3. Platz in der Oberliga und den Pokalsieg nicht richtig gewürdigt wurden. Denn normalerweise schreibt man doch etwas mehr oder überhaupt über eine solch positive Trainerbilanz, oder wie ist Deine Meinung dazu.


Antwort: Thomas Schneider:
Ich muss ehrlich sagen, der Verein hat sich mir gegenüber absolut korrekt verhalten Ich habe die Möglichkeit bekommen die Erfolge bis zum Schluss genießen zu können und es war sehr emotional was gerade die Supporters auf die Beine gestellt haben und natürlich die Leistung der Mannschaft, wo alle bis zum Schluss mit - gezogen haben.

Frage Maik:
Du übergibst einem noch nicht bekannten Trainer eine intakte Mannschaft. Was sagst Du zur Mannschaft, die wohl außer Willi Schubert, der aus beruflichen Gründen den Verein verlässt, zusammen bleibt. Welche Rolle wird die Mannschaft in der kommenden Saison in der Oberliga spielen? Wo siehst Du Schwächen, Reserven und Stärken der Mannschaft?


Antwort: Thomas Schneider:
Ich wünsche dem neugegründeten HC Glauchau/Meerane viel Erfolg für die kommenden Aufgaben! Auch wenn ich nun nicht mehr Trainer dieser tollen Mannschaft bin, bin ich weiter Fan dieser Mannschaft!


Frage Maik:
Welche Spieler haben Dich in der Saison vor allen Dingen positiv überzeugt?


Antwort: Thomas Schneider:
Mich hat die ganze Mannschaft überzeugt!


Frage Maik
Wann beginnt Deine neue Aufgabe bei der Spielgemeinschaft den Verbandsligisten HSG RIO Riesa/Oschatz und was erwartest Du von dem neuen Team, ist der Aufstieg realistisch?


Antwort: Thomas Schneider:
Man muss erstmal schauen wie das funktioniert dieser Zusammenschluss. Auf alle Fälle ist es für diese Region der richtige Schritt. Wie es sportlich dann läuft wird die Zeit zeigen.



Frage Maik:
Das letzte Wort hast Du. Willst Du noch etwas los werden?


Antwort: Thomas Schneider:
Ich möchte mich auch auf diesem Wege noch mal bei allen Beteiligten für die tolle Zeit in Glauchau bedanken. Glauchau wird für mich immer eine Herzensangelegenheit bleiben!


Ich bedanke mich für das ausführliche Gespräch über Deine Zeit als Trainer beim HSV Glauchau und hoffe auch im Interesse aller Mitglieder des HSV Glauchau Forum Dir alles Gute für die Zukunft zu wünschen. Viel Glück und Erfolg im Kreise der Familie, Deiner beruflichen und sportlichen Tätigkeit:
Das interview führte Maik Bedziecha in Verbindung mit dem HSV Glauchau Forum.


Steckbrief von Thomas Schneider:

Name: Schneider
Vorname: Thomas
Geburtsdatum: 10.6.75
Geburtsort: Oschatz
Spitzname: To
Familienstand: ledig
Kinder: Hannah und Oscar
Beruf/Tätigkeit: Wareneingangsleiter

bisherige Vereine: TUS Staucha-Hof, SC Leipzig, SHV Oschatz, SC Riesa, HSV Glauchau
Ziele: Auch weiterhin Job und Hobby unter einen Hut bringen zu können

Erfolgs Daten von Thomas Schneider in seinen 3 Spielzeiten als Trainer beim HSV Glauchau:


[Bild: 9sxhts.jpg]
Foto Archiv: Andreas Kretschel

Saison 2010/11 Sachsenliga

3. Platz HSV Glauchau 22 15 2 5 707:610 97 32:12


Pokal 2010/11 Sachsenpokal
Sa 04.09.2010 HSV Glauchau EHV Aue II 37 : 18
Sa 09.10.2010 SV Plauen-Oberlosa 04 HSV Glauchau 25 : 24


Saison 2011/12 Sachsenliga
1. Platz HSV Glauchau 22 19 0 3 749:610 139 38:06


Pokal 2011/12 Sachsenpokal
So 04.09.2011 SG DHfK Leipzig/ NHV Delitzsch HSV Glauchau 26 : 31
Sa 08.10.2011 SV Plauen-Oberlosa 04 HSV Glauchau 31 : 22


Saison 2012/13
Aktuelle Tabelle Oberliga Mitteldeutschland

P Verein Sp. S U N Diff. Tore Pkt. Heim Auswärts
3.Platz (3.) HSV Glauchau (N) 26 16 3 7 60 782:722 35:17 | 390:343 23: 3 | 392:379 12:14


Pokal 2012/13 - Pokalsieg

EHV Aue III - HSV Glauchau 18 : 34
SG Oberlichtenau - HSV Glauchau 31 : 48
SV Plauen-Oberlosa 04 - HSV Glauchau 23 : 36
HSV Glauchau - ZHC Grubenlampe 27 : 21

***

2010/11
22 Spiele Sachsen Meisterschaft
2 Spiele Pokal


2011/12
22 Spiele Sachsen Meisterschaft
2 Spiele Pokal


2012/13
26 Spiele Oberliga Mitteldeutschland
4 Spiele Pokal

***

78 Spiele

56 Spiele gewonnen
5 Spiele Unentschieden
17 Spiele verloren

***

Saison 2010/11
32:12 Punkte in der Sachsen Meisterschaft
707 : 610 Tore
2:2 Punkte im Sachsen Pokal

Saison 2011/12
38:06 Punkte in der Sachsen Meisterschaft
749 : 610 Tore
2:2 Punkte

Saison 2012/13
35:17 Punkte in der Oberliga Mitteldeutschland
8:0 Punkte im Sachsen Pokal

Gesamt:
70: 18 Punkte in der Sachsen Meisterschaft
35:17 Punkte in der Oberliga Mitteldeutschland

Gesamtpunkte:
105: 35

***

707 : 610 Tore Sachsen Meisterschaft
749 : 610 Tore Sachsen Meisterschaft

+

1456:1220

+

782:722 Meisterschaft Oberliga Mitteldeutschland

= 2238:1942

Pokal 2010/11 – 2 Spiele 1 Sieg 1 Niederlage Tore: 62:42
Pokal 2011/12 – 2 Spiele 1 Sieg 1 Niederlage Tore: 57:53
Pokal 2012/13 – 4 Spiele 4 Siege Tore: 145:93
Gesamt: 6 Siege 2 Niederlagen Tore: 264: 188 - plus 76 Tore

Gesamt Tore: 2502:2130 – plus 372 Tore
[Bild: 2816dj.jpg]
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