Trainerwechsel beim HSV Apolda
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Karsten Ritter übernimmt gemeinsam mit Olaf Strzala vorerst das Traineramt von HSV Apolda

Handball: Ralph Börmel gab am Montagabend sein Amt als Trainer der Apoldaer Oberliga-Männer nach 16 Jahren ab. Mit Karsten Ritter und Olaf Strzala trägt vorerst bis zum Mai das ehemalige HSV-II-Gespann die Verantwortung.
Apolda. Bei den Handballern des HSV Apolda endete am Montagabend eine Trainer-Ära: Nach 16 Jahren und rund 500 Pflichtspielen gab Ralph Börmel die Verantwortung für das Aushängeschild des Vereins, die erste Männermannschaft, ab. Er leitete noch eine letzte Trainingseinheit und gab dann zusammen mit HSV-Präsident Mike Mohring die Entscheidung bekannt. Am heutigen Donnerstag führt zum ersten Mal sein Nachfolger das Kommando: Karsten Ritter ist 42 Jahre alt, spielte bis 2005 selbst noch in der Ersten, amtierte danach gemeinsam mit Olaf Strzala als Spielertrainer des HSV II und war zuletzt für die B-Jugendlichen verantwortlich. Mit Olaf Strzala als Co-Trainer ist das alte Erfolgsgespann des Reserveteams nun angetreten, um in der Glockenstadt ein Handball-Wunder zu bewerkstelligen: den Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga.
"Ein neuer Ansatz, eine neue Ansprache, eventuell andere Varianten in der Aufstellung vielleicht ist es das, was wir momentan brauchen", so Mohring gestern gegenüber unserer Zeitung. Karsten Ritter hat im Verein den Ruf, ein "harter Hund" zu sein: "Konsequenz und Zielstrebigkeit ohne Fleiß kein Preis", nennt er selbst seine Maxime. "Olaf und ich sind noch durch die alte Fitness-Schule von Hans Geupel gegangen. Davon wollen wir dem Team etwas vermitteln.
Grundlegende Veränderungen sind bis Saisonende sicher nicht möglich, aber vielleicht können wir die Spieler neu motivieren. Individuell sind sie ja durchaus so ausgestattet, dass sie die Oberliga halten können." Ritter und Strzala gaben ihre Zusage vorerst für vier Monate bis zum Saisonende im Mai. Danach wollen sie zu ihren bisherigen Teams (Zweite und B-Jugend) zurückkehren, die bis dahin von Stellvertretern betreut werden.
Mike Mohrings Aufgabe ist es, bis zum Frühjahr einen neuen Trainer für die Erste zu finden. "Erste Gespräche laufen", sagt er. Auf die Erfahrung von Ralph Börmel verzichten will der Verein nicht: "Ich werde dem Vorstand vorschlagen, ihn zum Vizepräsidenten und Sport-Verantwortlichen zu ernennen", so Mohring. Spätestens im März werde er den Vorstand und alle Trainer zu einer Klausur nach Oberhof einladen, so der Vereinschef. "Dort werden wir die langfristige Aufstellung des HSV besprechen. Aber die wichtigste Zielstellung ist natürlich erst einmal, dass die Männer den letzten Platz in der Tabelle loswerden."
Ralph Börmel ist zur weiteren Arbeit im Vorstand bereit, bittet allerdings vorher um "ein paar Wochen Ruhe und Abstand. Ich bin es ja von klein auf gewohnt, dass mein Leben nach dem Handball-Terminkalender ausgerichtet ist. Jetzt muss ich erstmal sehen, wie ich es ohne diesen Rahmen verkrafte."

Quelle: Michael Grübner / 16.01.13 / TA
Quelle: www.hsv-apolda.de
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